Bochum: „Was der Nüchterne im Kopf hat, trägt der Betrunkene auf der Zunge“

Was der Nüchterne im Kopf hat, trägt der Betrunkene auf der Zunge“ ist ein russisches Sprichwort. Dieses Sprichwort möchte man wie ein Spruchbanner in deutschen Gerichten hochhalten, wenn mal wieder der Rechtsanwalt eines Nazis oder Rassisten angesichts der menschenverachtenden Worte und Taten seines Mandanten auf dessen realen oder angeblichen Alkoholkonsum hinweist und auf eingeschränkte Schuldfähigkeit, mildernde Umstände und die Reduzierung des Strafmaas für seinen Mandanten plädiert.

Thomas Schulz - in memoriam -

Plakat für Thomas Schulz (Foto © Azzoncao)

Am 28. März 2005 wurde Thomas Schulz von dem rechtsradikalen Skinhead Sven Kahlin in der Dortmunder U-Bahn-Station Kampstraße ermordet. Anlässlich des 10. Todestags von Thomas haben wir ein Druckerzeugnis mit einem Doppelcharakter veröffentlicht. Vorne eine Plakat, hinten eine Dokumentation.

Das Plakat zeigt einen Ausschnitt eines Graffito mit Thomas Schulz, was wir zusammen mit anderen Antifas und einem Graffito Sprayer im Dezember 2008 in Bochum erstellten. Die Dokumentation skizziert den Mord an Thomas, die Dortmunder Stadtpolitik und die Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld.

Bochum: Verurteilung wegen Volksverhetzung

Kraftschlag: Trotz Verbot nicht tot

Am Mittwoch, den 11. Februar 2015, fand am Bochumer Amtsgericht ein Prozess wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen statt. Angeklagt war der 43-jährige Bochumer Arbeitslose Thomas S.. Er wurde wegen Volksverhetzung zu einer Strafe von 700 Euro verurteilt.

Prozess wegen Schändung des jüdischen Friedhofs in Bochum-Wattenscheid

Gedenkstein für die dem Holocaust zum Opfer gefallenen jüdischen Mitbürger der Stadt Wattenscheid auf dem jüdischen Friedhof Wattenscheid

In der Nacht zum 21.09.2014 verhaftete die Bochumer Polizei zwei Männer, die auf dem jüdischen Friedhof in Bochum-Wattenscheid mehrere Grabsteine mit Hakenkreuzen besprüht hatten.

Bochum: Und wieder einmal Bewährung für Siegfried Borchardt

Screenshot der Facebook-Site von Siegfried Borchardt

Am Donnerstag, dem 16.10.2014 fand vor der 14. kleinen Strafkammer des Bochumer Landgerichts ein Berufungsverfahren (II-14 Ns 125/13 ) gegen Siegfried Roland Borchardt statt. Der 60 jährige war erstinstanzlich im Juli 2013 am Amtsgericht Herne-Wanne zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden und stand nun vor dem Bochumer Schöffengericht wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung.

Dortmund 1914 – Reclaim your City

Hörder Volkszeitung

Für alle Graffiti Lovers, GentrifizierungsgegnerInnen und KämpferInnen gegen Hegemonie in Raum und Zeit. Hier News aus alten Tagen.

Bochum: Antisemitische Sprayereien auf dem jüdischen Friedhof

Gedenkstein für die dem Holocaust zum Opfer gefallenen jüdischen Mitbürger der Stadt Wattenscheid auf dem jüdischen Friedhof Wattenscheid

In der Nacht zum 21.09.2014 wurden zwei Männer festgenommen, denen die Polizei das Sprühen von Hakenkreuzen auf den Grabsteinen des jüdischen Friedhofs in Bochum-Wattenscheid anlastet.

Die beiden Männer aus Hagen (43) und Bochum (23) sind der Polizei einschlägig bekannt. Einer gestand nach ihrer vorläufigen Festnahme die Tat.

Dortmund: short notice zur Kundgebung am 23.08.2014

Screenshot von

Auf der Tumblr – Plattform wird für die Kundgebung der „Die Rechte“ am Samstag den 23. August 2014 mit einem Blog geworben. Zu erreichen ist dieser Blog über: perestroikaandglasnost.tumblr.com. Der Blog wird mit der Adresse dortmund.echo gezeichnet und in seiner Bildgebung wird eindeutig positiv auf den Nationalsozialismus Bezug genommen. Inwiefern dieser Blog selbst von den MacherInnen von dortmund.echo betrieben wird ist unbekannt.

Proyecto memoria: Antifaschismus in Bochum - the 80s -

Antifa-Demo Bochum 1987

Ein Interview: Azzoncao: Hallo Paul. Wie sich herausgestellt hat bist Du ja ein ganz nützlicher Interviewpartner, wenn es sich um die lokale Geschichte der autonomen Bewegung in Bochum handelt.

Paul: Mmmmh, naja. Da mach mal Abstriche. Zunächst ist das was ich erzähle subjektiv. Also eine Bewertung fließt da immer ein. Auch wenn ich versuche, die Erlebnisse sachlich darzustellen, sie durchlaufen den Filter meiner Empfindungen und Gedanken. Dann habe ich ja auch nur einen Ausschnitt der Geschichte zu erzählen.

Bochum: Revisionsverhandlung von Andre Zimmer

Andre Zimmer am 11.06.2013 in Dortmund auf einer Demonstration der

Am 6. und 7. Mai 2014 fand vor dem Bochumer Landgericht die Berufungsverhandlung im Prozess gegen den ehemaligen JN- Jugendbeauftragten Andre Zimmer statt. Dieser war von der Richterin Hadwig Noesselt am 11. Oktober 2013 unter der Einbeziehung einer laufenden Bewährungsstrafe zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden (26 Ls 33 Js 240/12 -119/13). Die 3. Strafkammer unter dem Jugendrichter Johannes Kirfel reduzierte das letztes Jahr ausgesprochene Strafmaß auf zwei Jahre und verordnete eine dreijährige Bewährungszeit (II-3 Ns 1/14).

Bochum: „In Buchenwald, in Buchenwald, da machen wir die Juden kalt...“

skin

So klang es im Juli 2013 aus einer Wohnung in Bochum-Hamme. Die alarmierte Polizei beendete die Beschallung der Umgebung und erstellte einen Strafanzeige nach dem Paragraphen 130, Volksverhetzung. Am 03. April 2014 kam das Propagandadelikt vor dem Bochumer Amtsgericht zur Sprache.

Antimilitarismus in Russland: AnarchistInnen in Petrozavodsk von Maskierten entführt und schwer misshandelt

Solidarität gegen die Repression in Russland

In Petrozavodsk, der Hauptstadt der russischen Republik Karelien, gab es Überfälle und Entführungen von AnarchistInnen, die zu einer Friedensdemonstration bzgl. des Konflikts Russland - Ukraine aufgerufen hatten.

Herne: Shoah-Denkmal wiederholt geschändet

Shoa-Denkmal in Herne

Wie die örtliche WAZ meldet wurde am letzten Wochenende das Shoah-Denkmal in Herne das dritte Mal in vier Wochen Ziel von Sachbeschädigungen. Die Steinplatte und die Rampe des Denkmals auf dem Willi-Pohlmann-Platz wurde mit dicker schwarzer Farbe beschmiert.

Repression in Moskau/Archipel Putin: Sechs Jahre Lager für Alexandra Dukhanina?

Alexandra Dukhanina

Der Anarchistin Alexandra Dukhanina droht eine Haftstrafe von sechs Jahren. Sie ist angeklagt sich bei den Auseinandersetzungen mit der russischen Polizei am 6. Mai 2012 auf dem Bolotnaya Square beteiligt zu haben. Hier ihr Schlußwort: "Es waren offensichtliche Lügen und brutale Gewalt“  vom 5.2.1014 in dem Moskauer Prozess. Die Urteilsverkündung ist am 21. Februar 2014. 

Bochum: Was macht eigentlich?

broken arms army

Der Ewers Clan. Zum harten Kern der rechtsradikalen Gewaltszene Bochum-Langendreers gehörten fast alle Mitglieder aus dem familiären Zusammenhang der Ewersfamilie, der sogenannte Ewers Clan. Einen Großteil dieser Familienbande Ewers ist vor einem Jahr an die Bochumer Stadtgrenze verzogen. Zu publik wurde das Verhalten der Familienmitglieder, zu sehr wurde von antifaschistischer Seite gegen sie recherchiert und publiziert, als das sie im Stadtteil Langendreer weiterhin ohne Konsequenzen hätten weiter agieren können.

V for Varoufakis

 V for Varoufakis

Ja, dies ist eine Werbung für einen Video auf Youtube. Für einen Musik-Clip eines gewissen Jan Böhmermann über einen gewissen Janis Varoufakis, seines Zeichens jetztiger Finanzminister in Griechenland:

http://www.youtube.com/watch?v=Afl9WFGJE0M

acta non verba - Taten, nicht Worte

Acta non verba Filmplakat

„Taten, nicht Worte“ ist die sinngemäße Übersetzung des lateinischen Spruchs „acta non verba“. Unter diesem Motto wird derzeit in Frankreich eine Filmproduktion über verschiedene antifaschistische Gruppen in Frankreich, Italien, Deutschland und Russland gezeigt.

The End of Antifa?

which site are you on?

Ein interessanter Artikel von der Internet-Seite "Avtonom" über die russische Antifabewegung. (Eine Weiterleitung. Quelle)

Despite the bleakness of the situation in Ukraine, at least I was amused by the fact that Nazis were fighting on both sides of the front, killing each other. But then I found out that some "anti-fascists" have been doing the same 1) 2) 3).

Holländische und Belgische Nazis bei der HoGeSa - Randale in Köln

Holländische und Belgische Nazis bei der HoGeSa - Randale in Köln

Unter den Rechtsradikalen, die zusammen mit rassistischen und rechten Hooligans am Sonntag den 26. Oktober 2014 in Köln marschierten und randalierten waren auch ausländische Nazis. So kamen aus Holland und Vlandern Mitglieder des rechtsradikalen NVU und der Autonomen Nationalisten Vlaanderen an den Rhein. Die flämischen Nazis hatten schon vier und 10 Tage zuvor, am 22. und 16. Oktober, über ihre Internet-Seite zu dem Marsch in Köln mobilisiert und sogar einen Bus organisiert.

Moscow Autonomous Action on the Ukrainian war

Cossack Slavyansk

This text was written as an answer to our foreign friends' questions about situation in the Eastern Ukraine and Russian anarchists' attitude towards that. We hope it will be of use to everybody interested in these matters.

Lyon: Antifa Festival 2014

Lyon Antifa-Fest

Einladung zum Antifa Festival in Lyon am 12./13. Dezember 2014.

Cultur: For all left wing Hip Hop lovers

Bild aus QELD - Video

„Gefunden, gewogen und für gut befunden“: QELD, die Hip-Hopper Bob Savage and Jenre aus Bristol. Hier ein paar Links zu Videos und einem Interview.

Milano: Besetzung und Räumung des ZAM 4.0

Besetzung des ZAM 4.0

Am Samstag, den 27. September 2014, besetzten die AktivistInnen des Sozialzentrums ZAM (C.S.O.A. Zona Autonomia Milano) ein neues Gebäude an der Piazza Tito Lucrezio Caro 1/3. Es handelt sich um das ehemalige „Spazio Forma“ unter dem Direktor Roberto Koch. Das Gebäude gehört der Azienda Trasporti Milanesi, der ATM, also dem öffentlichen Nahverkehrsunternehmen der Stadt Mailand. Es liegt ungefähr einen halben Kilometer von der letzten Besetzung des ZAM entfernt und genau gegenüber einem schönen kleinen Park.

Milano is calling: Lambretta is back in town

Lambretta is back (19.09.2014)Via Cornalia 6, Milano

Heute Nachmittag, am 19. September 2014, wurde in Mailand ein neues Projekt für das „C.S.O.A. Lambretta“ besetzt. Das vorherige Hausprojekt war im letzten Monat auf Weisung der Stadtverwaltung durch die Polizei geräumt worden. Das neue Projekt befindet sich in der Via Cornalia 6, im Quartiere Isola. In den letzten Monaten waren mehrere besetzte Projekte in Mailand geräumt worden, darunter das „C.S.O.A. Lambretta“ an der Piazza Ferravilla am 26. August, das „C.S.O.A. ZAM“ an der Via Santa Croce am 23. Juli und die „Ardita Pizzeria del Popolo“ an der Via Cola di Rienzo am 2. April 2014.

Proyecto Memoria: Milano calling - Centri Sociali in Mailand

nessuna giustizia, nessuna pace - keine Gerechtigkeit, kein Frieden(Murales im Hof des Leoncavallo 1995)

Vor 20 Jahren, am 08. September 1994, wurde das Sozialzentrum CSOA Leoncavallo in der Via Watteau in Mailand besetzt. Diese Besetzung und die große, konfrontative Demonstration am 10. September 1994 läutete für Italien einen Aufschwung der Sozialen Bewegungen und der Besetzungen ein. Paul, ein Mitglied der Bochumer Antifa-Gruppe „die kleinen Strolche“, war in diesen Tagen in Mailand und beteiligte sich an der Besetzung und den Auseinandersetzungen mit den Carabinieri.

Milano is calling, an escalation tour is declared …

ZAM on tour

Die Sommerferien sind noch nicht ganz vorbei und Mailand füllt sich langsam wieder. Und so wie die Stadt wieder ihren normalen Rhythmus aufnimmt, laufen sich die verschiedensten Kollektive der antagonistischen Szene und der Centri Sociali Mailands warm für das, was sie die „Escalation Tour 2014“ nennen. Für einen heißen Herbst/Winter der Besetzungen.

Milano: Escalation tour 2014 – coming soon

Nächtlicher Besuch bei Aler in Mailand.

„Vogliamo tutto!“ - „Wir wollen Alles!“. Das ist die Devise der geräumten Centri Sociali ZAM und Lambretta, die in den letzten Wochen durch die Mailänder Kommunalverwaltung und ihre Polizeikräfte geräumt wurden. und  .

Am nächsten Samstag wollen sie mit ihrer Escalation Tour zur Rückeroberung des Raumes beginnen.

Milano: Am 26. August 2014 wurde das C.S.O.A. Lambretta geräumt

C.S.O.A. Lambretta

Vor einer Woche, am 26. August 2014, ist das besetzte Sozialzentrum C.S.O.A. Lambretta in Mailand geräumt worden. Nachdem schon das Sozialzentrum ZAM in diesen Sommer am 23. Juli 2014 geräumt wurde, erwarteten die BesetzerInnen ebenfalls ihre Räumung in diesem August. Dem Monat in dem sich traditionell in Mailand ein Großteil der Bevölkerung in Urlaub befindet.

Milano: Am 23. Juli 2014 wurde das ZAM geräumt

Räumung des ZAM 3.0 am 23. Juli 2014 in Mailand

Am Juli 2014 wurde das besetzte Schulgebäude der Zona Autonoma Milano in der Via Santa Croce 19 neben der Basilica di Sant' Eustorgio in Mailand geräumt. Das ZAM 3.0 war am 24. Mai 2013 besetzt worden, nachdem die Stadt das erste ZAM in der Via Olgiati 12 im Stadtteil Barona hatte räumen lassen. Es beherbergte eine Volxküche (Osteria “Pane&Rose“), eine Bar, eine Hip Hop Werkstatt, eine Theatergruppe, ein Fotolabor, mehrere Versammlungsräume (z.B. den der Rete Studenti Milano), eine Kletterwand, einen Sportraum (Palestre della Polisportiva Popolare), einen Konzertsaal, einen Gemüsegarten und viele andere Projekte.

War against war! Statement of leftists and anarchists on the confrontation in Ukraine

class_war

In the ongoing conflict, we support neither Ukrainian government nor pro-Russian factions that established their authority on the portion of Luhansk and Donetsk oblasts. The working class (i.e. everyone who has neither power nor capital) is equally alien both to the concept of ​​unitary Ukraine and to the ideas of ​​”federalization” or creation of new states — these are merely the games of politicians, drawing blood from ordinary people. We, the left and the anarchists, should primarily adhere to the needs of the working class in the war-torn regions of Ukraine, protect their rights and freedoms.

Enzo Galasi ist tot - chi è amato, non muore mai.

Enzo Galasi auf einem antifaschistischen Seminar (April 2006)

Diese Woche starb unser Freund und ehemalige GAPist Enzo Galasi in Mailand. Kurz vor dem 70. Jahrestag zur Befreiung Italiens von dem Faschismus und der deutschen Besatzung, für die er und so viele Mitglieder seiner Familie und FreundInnen so viel gegeben und gelitten hatten.

Thomas Schulz - in memoriam -

Plakat für Thomas Schulz (Foto © Azzoncao)

Am 28. März 2005 wurde Thomas Schulz von dem rechtsradikalen Skinhead Sven Kahlin in der Dortmunder U-Bahn-Station Kampstraße ermordet. Anlässlich des 10. Todestags von Thomas haben wir ein Druckerzeugnis mit einem Doppelcharakter veröffentlicht. Vorne eine Plakat, hinten eine Dokumentation.

Das Plakat zeigt einen Ausschnitt eines Graffito mit Thomas Schulz, was wir zusammen mit anderen Antifas und einem Graffito Sprayer im Dezember 2008 in Bochum erstellten. Die Dokumentation skizziert den Mord an Thomas, die Dortmunder Stadtpolitik und die Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld.

Deutsche Kriegsverbrechen in Italien

Massaker an der Piazzale Loreto

Ende der 90er Jahre arbeiteten wir (noch unter anderen Gruppennamen) zu dem Themenkomplex der deutschen Kriegsverbrechen in Italien. Über einige Artikel aus dieser Zeit sind wir vor kurzem gestolpert. Da sie bisher nicht digital vorliegen veröffentlichen wir sie hier noch einmal:

Teil 1: Deutsche Kriegsverbrechen in Italien (aus der damals von uns gegründeten Lotta / hier die Nr. 2 aus 2000) und

Teil 2: Flugblatt - SS-Hauptsturmführer Theodor Saevecke muß zur Verantwortung gezogen werden

Die "Krefelder Krawalle" vor 30zig Jahren (25.06.1983)

25.06.2013 Krefeld - back to the future

Vor 30 Jahren kam am 25. Juni 1983 der damalige Vize-Präsident George Bush in das nordrhein-westfälische Krefeld. In einem Festakt im Seidenweberhaus und mit einer Philadelphiade auf den Straßen wurde „300 Jahre Deutsche in Amerika“ gedacht. Der Bundespräsident Karl Carstens und der Bundeskanzler Helmut Kohl waren zur Begrüßung des amerikanischen Repräsentanten erschienen. Ebenso 30.000 bis 50.000 PazifistInnen, die gegen den Nato-Doppelbeschluß und das Wettrüsten demonstrierten. Und einige tausend Linksradikale, die für die Nato andere Pläne hatten.

Eine Broschüre von 1983 und ein Interview.

R.I.P. Annunziata „Ceda“ Cesani

Annunziata „Ceda“ Cesani

Gestern verstarb in Mailand die ehemalige Partisanin und Staffette Annunziata Cesani, genannt Ceda. Sie wurde heute am 24.05.2013 beerdigt.

Im April 2005 organisierten wir eine Partisanen-Fahrt zum Institut für Zeit- und Partisanengeschichte ISEC in Sesto San Giovanni, Mailand. Der dort arbeitende Historiker Luigi Borgomaneri arrangierte für uns mehrere Stadtrundgänge und Treffen mit ehemaligen PartisanInnen der Resistenza. An einem Tag trafen wir die PartisanInnen Giovanni Pesce, Onorina Brambilla, Carlo Talamucci und Annunziata Cesani. Was uns diese vier alten Menschen über ihre Zeit als WiderstandskämpferInnen gegen den italienischen Faschismus und die deutsche Besatzungsmacht zu erzählen hatten beeindruckte uns sehr.

Kaltland - Der Tod bleibt ein Meister aus Deutschland

Kaltland 1 (Foto: Azzoncao)

Heute vor 15 Jahren verstarb am 17. Oktober 1997 der schwule Frührenter Josef-Anton Gera mit 59 Jahren im Bochumer St. Elisabeth Krankenhaus. Drei Tage zuvor, am 14. Oktober, war Josef Gera von den homophoben und rechten Obdachlosen Patrick K. und Uwe K. zusammengetreten und mit einem Stahlrohr zusammengeschlagen worden.

Proyecto Memoria: Carlo Travaglini, uno spirito libero

Carlo Travaglini

 In Mailand-Lambrate trafen wir im April 2011 den Historiker Luigi Borgomaneri für ein Interview. Schon vor einigen Jahren erzählte er uns eine Geschichte über einen Mann, der innerhalb des antifaschistischen Widerstands Mailands Erstaunliches geleistet hatte. Dieser Mann, Carlo Travaglini, war Sohn eines Italieners und einer Deutschen und in Dortmund, unserer Nachbarstadt, aufgewachsen. Das interessierte uns: Ein Dortmunder im italienischen Partisanenkampf.

Proyecto Historia - Interview mit Gertrud Koch, aka Mucki

Gertrud

- Edelweisspiraten, die sind treu -

Gertrud Koch oder besser „Mucki“, wie ihr Deckname im Dritten Reich war, gehört mit wenigen Männern zu den letzten lebenden Edelweisspiraten von Köln. Den Namenszusatz „Pirat“ zum Edelweiss hört sie nicht gerne, denn diesen Zusatz, bzw. Namen, gab ihnen die GeStaPo. Die Geheime Staatspolizei bezeichnete so alle jene jugendlichen Clichen, die Widerstand gegen das NS-System leisteten. Mucki sagt lieber Gruppe Edelweiss, denn sie gehört zu den GründerInnen der Widerstandsgruppe „Edelweiss“ aus Köln. Einer der ersten rebellischen Gruppen, von denen viele ihrer Mitglieder ihren Widerstand mit Folter und Tod bezahlten.

Proyecto Memoria - Dortmund vor 10 Jahren: Die faschistischen Morde an drei PolizistInnen

Kranzniederlegung am 13. Juni 2010

Vor 10 Jahren, am 14. Juni 2000, ermordete der Rechtsradikale Michael Berger drei PolizistInnen in Dortmund und Waltrop und verwundete eine Beamtin schwer.

Grund genug an diese Opfer der deutschen Naziszene zu erinnern. Aus Anteilnahme für die Hinterbliebenen haben wir am Sonntag den 13.Juni eine kleine Mahnwache im Unteren Graffweg abgehalten.
Grund genug auch ein weiteres Mal die Exekutive Dortmunds und ihren fast freundschaftlichen Umgang mit den nazistischen Totschlägern zu kritisieren.

Proyecto Memoria – Die Morde an Martin Kemming, Dagmar Kohlmann und Patricia Wright

Trauer

Vor 15 Jahren, am 15.3.1996, ermordete der Nazi Thomas Lemke seinen ehemaligen Kameraden Martin Kemming mit einer Pumpgun. Darüber hinaus hatte er in den 8 Monaten zuvor seine Bekannte Dagmar Kohlmann und die junge Antifaschistin Patricia Wright vergewaltigt und bestialisch ermordet.

Mit der Vergewaltigung und dem Mord an der Antifaschistin gab er zudem in der Naziszene des Ruhrgebiets an.

Proyecto Historia - Auf den Spuren der PartisanInnen in Slowenien

Partisans Cankarjeve brigade, maj 1943

 Vom 6. bis 10. April 2010 nahmen wir an einem Seminar über die PartisanInnenbewegung in Slowenien teil.

Organisiert war es von Ernest Kaltenegger und Peter Porsch. Der ehemalige steierische Landtagsabgeordnete der Kommunistischen Partei Österreichs und der ehemalige Vorsitzende der PDS-Fraktion bzw. der Linksfraktion im Sächsischen Landtag lotsten uns mehrere Tage durch die slowenischen Berge und brachten uns die bemerkenswerte Geschichte der slowenischen Partisanenbewegung nahe.

Proyecto Historia - Interview mit dem Ex-GAP-isten Enzo Galasi

Enzo Galasi, Ex-GAPist

Seit 5 Jahren organisieren Bochumer AntifaschistInnen Seminare in Mailand und Umgebung zur italienischen Partisanengeschichte. Als besonders erfreulich und fruchtbar hat sich dabei der seit langen bestehende Kontakt zum Institut ISEC in Sesto San Giovanni/Mailand erwiesen. Hier ist namentlich der Wissenschaftler Luigi Borgomaneri zu nennen, ohne dessen profunde Kenntnisse und Integrität all diese Seminare nicht zu Stande gekommen wären. Über ihn lernten wir Enzo Galasi kennen. Enzo Galasi ist einer der letzten lebenden Großstadtpartisanen, der Gruppi di Azione Patriottica (GAP).

Proyecto Historia - Gedenkveranstaltung für vier Partisanen in Mailand am 27. Dezember 2009

Ankündigung

Am Sonntag, den 27. Dezember, kamen über 50 ehemalige Partisanen und Partisaninnen, ihre Verwandten und FreundInnen im Stadtteil Cagnola in Mailand zusammen, um vier erschossenen Partisanen zu gedenken. Darunter Arturo Capettini, dem ersten Kommandanten der Mailänder GAP.