+++ Auf nach Heidenau: Nazimob vertreiben +++

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Erneut konnten am Samstag, den 22.08.2015 über 250 Nazis in Heidenau bei Dresden randalieren. Sie attackierten die Asylunterkunft und eine antirassistischen Kundgebung mit Böllern, Steinen und Flaschen. Der Angriff erfolgte organisiert und zielgerichtet. Das war bereits die zweite Krawallnacht in der sich der rassistische Mob austoben konnte. Dennoch konnten sich die Nazis über Stunden unter den Augen der Polizei sammmeln und ihren Angriff vorbereiten.

 

Es ist davon auszugehen, dass wir morgen erneut mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sein werden. Wir sind allerdings nicht gewillt, das zu akzeptieren. Wir rufen alle dazu auf sich gemeinsam mit uns dem Nazimob entgegenzustellen und ihn aus Heidenau zu vertreiben. Organisiert euch in Bezugsgruppen und kommt zahlreich zum Treffpunkt in Dresden. Wir werden im Gegensatz zur sächsischen Polizei morgen eine ähnliche Zusammrottung vor der Unterkunft von Asylsuchenden nicht zu lassen.

 

Bereitet euch vor und kommt am 23.08.2015 um 17 Uhr zum Park am Königsbrücker Platz (Rudolf-Leonhard-Straße unterhalb vom AZ Conni). Bringt sofern ihr könnt eure Autos mit. Eine Anreise mit dem Zug ist auch möglich. Achtet auf euren Selbstschutz.

 

Kein Fussbreit den Rassist*innen! Es ist dringender denn je.

 

Verschiedene Antifas

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Hoffentlich klappt es besser als gestern mit der Mobilisierung. Es ist beschämend, wie wenig es gestern nach Heidenau schafften. Dresden ist nicht weit und von dort kamen nur ca. 150 Menschen?  Weniger als ein schlecht besuchtes Konzert in der Neustadt? Es geht darum Menschen zu schützen, da ist es die Pflicht für alle, gegen Zustände, die viele von uns noch von Anfang der 90er kennen, auf die Straße zu gehen. Wer es irgendwie nach Heidenau schaffen kann, gebe sich einen Ruck.  Und die es nicht schaffen, setzt überall ein Zeichen gegen Rassismus und geistige Brandstifter. Wenigstens dieser Abwehrkampf muss geführt werden! 

 

Setzen wir heute ein Zeichen! Verzichten wir auf Maulheldentum auf Linksunten, in den "sozialen Medien". Deshalb hier keine Worthülsen, keine Parolen, es geht um den praktischen Widerstand und Unterstützung von Menschen. Es liegt alleine an uns, ob erfolgreich oder nicht.

Gibt es größere Gruppen aus Leipzig, die heute nach Heidenau fahren wollen und denen man sich anschließen könnte?

Schnapp dir deine Freunde, und organisiert euch. Hier sind solche Fragen unangebracht

...

Auch wenn es wichtig ist, möglichst sofort nach Heidenau zu fahren, könnte eventuell eine größere Demonstration angemeldet werden.

Dann ist vielleicht das Mobilisierungspotential höher. Bisher weiß kaum ein Mensch, wo sich dieses Faschonest eigentlich befindet, geschweige denn, wie mensch aus entfernteren Gebieten schnell dahin anreisen kann. Gerade hatte man auf dem Schirm, wo Freital ist...

Wichtig ist jedenfalls, die Leute in Dresden aber vorallem die Geflüchteten nicht allein mit diesem Mob zu lassen.

Wie wär's, wenn Du mal ne Karte aufschlagen würdest - google-maps soll helfen?!

 

Heidenau liegt genau eine S-Bahnstation außerhalb von Dresden (Du weiß schon, die große Stadt da an der Elbe). Nach Dresden kommst Du mit Bahn, Auto oder Fernbus. Eine Fahrkarte musst Du dir allerdings selber kaufen und vergiss nicht, dir die Schuhe zuzubinden!

 

Leute, Leute...

Ohne spaß... Leute macht mal den Kopf an. Auf geht's!

Ach, was wäre Indy, ohne, dass Leute sich hier gleich wieder fertigmachen! Danke dafür!

Mir ist übrigens klar wo der Ort liegt, aber darum geht es doch garnicht. Hier wird die ganze Zeit gejammert, dass Leute nicht schnell genug nach Heidenau kommen um Geflüchteten zu helfen und es wird übersehen, dass gerade in JEDER beschissenen (ost)deutschen Kleinstadt Brandsätze gegen Flüchtlingsunterkünfte fliegen und überall Nazis mobil machen. Es ist einfach nicht  möglich schnell genug überall zu sein.

Das Problem ist auch, dass jahrelang diese Gebiete hinter Dresden den Faschos kampflos überlassen wurden und, dass die dort jetzt zahlenmäßig stärker sind und Antifaprotest sich erstmal sammeln und formieren muss. 

Zielloser Aktivismus - im Sinne von: alle fahren einzeln mal dahin - führt doch zu nicht viel.

Gleichzeitig ist es aber besser als nichts.

Ich finde einfach, dass die Antifa kein Konzept hat und völlig hilflos und überfordert ist, genauso, wie alle anderen auch.

Das zeigt sich jetzt und sowas spiegelt sich auch bei Indy wieder.

Dass Leute wir du vielleicht schon immer cool und zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren, mag ja sein.

Hier aber sofort wieder Leute blöd zu machen, die sich nach Mitfahrgelegenheiten erkundigen oder nicht gleich checken, wo es schonwieder eskaliert ist, halte ich auch nicht für hilfreich.

dass die Suche auf der Karte die Hauptintention des Genossen/der Genossin war, sondern eher die Verbesserung der infrastrukturellen Bedingungen und somit eine Erhöhung des Mobilisierungspotentials. Und das stimm doch auch! Wir sollten uns jetzt echt nicht wegen jedem Mist gegenseitig an den Kragen gehen, sondern zusammen stehen! Das fängt schon mit so nem Kleinscheiß an.

17h am Königsbrücker Platz in Dresden. Niemand muss alleine nach Heidenau kommen

Wer fährt denn aber als Heidenauer*in extra nochmal nach Dresden?

und muss sagen, dass - bitte - bitte - bitte - unbedingt mehr körperlich fitte Leute kommen müssen!!

 

Ich meine jetzt nicht zwingend krasse "Streetfighter" aber eben Leute, die sich bei einem Angriff "grade machen".

 

Die Nazigewalt ist erschreckend und die sächsischen Bullen machen NICHTS, um sie einzudämmen.

 

Wir sind auf eure Hilfe angewiesen - also Antifas aus Leipzig, Berlin usw. bitte kommt!

So Leute. Es ist Zeit mal drüber nachzudenken, ob es auf längere Sicht nicht sinnvoll ist, mal selbst zur Hantelstange zu greifen oder einen Boxclub aufzusuchen. Antifaschistischer Selbstschutz (und genau das ist es was gegen Nazis hilft, wie man an der Untätigkeit der Bullen erkennen darf) funktioniert nicht wie Pizzabestellen ("ich hätte gerne einmal Sportgruppe "Streetfight" mit Pfeffer und ner leeren Mateflasche"), sondern ist handgemacht.

 

Also auf auf ins Hinterland! Natürlich auch aus Leipzig Berlin usw.

 

Und in einer ruhigen Minute vlt. mal mit sich selbst vorm Schlafengehen das Thema "Militanz" brainstormen. Ja, ich wende Gewalt auch nicht gerne an, Spaß macht das keinen. Aber wenn alle sagen, lasst das mal die anderen machen, werden wir verlieren. Und nein, um zu agieren braucht niemand auszusehen wie Ivan Drago. Sorry, aber das musste jetzt mal raus.

Was bist du denn für ein Ausbeuter?

ob das jetzt hilfreich ist. Ich verstehe deinen Punkt, aber erstens macht Masse auch verdammt viel aus und macht auch entschlossener und mutiger und zum anderen wäre es jetzt doof, wenn Leute sich nun durch so was davon abhalten lassen, hin zu fahren. Was bringt`s wenn am Schluss 200 fitte Menschen da stehen und von 500 Faschos eingemacht werden, weil der Rest aus Angst, dem nicht zu genügen, zu Hause geblieben ist.

Das ist jetzt zugespitzt, aber solche Gedanken gibt es bei Menschen doch eh schon. Sprecht lieber mit den Bezugsgruppen darüber, bis wohin jede/r Einzelne gehen kann und handelt geschlossen. Wir können jetzt nicht in zwei Tagen alle boxen lernen, also müssen wir auf unseren Verstand, unsere Solidarität und auf Masse setzen.

Wann wird sich wieder gegen die faschos gestellt? Bin dabei!

Ich verstehe die Diskussion nicht so ganz. Unser Ziel kann doch nicht sein die Aufgaben der Polizei zu übernehmen bzw. das nur im Ansatz zu versuchen.

 

Viel wichtiger muss doch das sein, was in Freital auch recht gut funktioniert hat: Hilfe für die Geflüchteten. Vorallem die Grundversorgung kann in der aktuellen Bedrohungslage definitiv nicht von den Flüchtlingen allein gestemmt werden.

 

Also bitte, vorhandene Strukturen stärken und nutzen, und zumindest diesen Kampf (ich weiß, widerwillig) den Cops überlassen.

Diesen "Kampf" den "Cops" zu überlassen wäre fahrlässig! Die Realität ist, dass es aktuell um den Schutz der Flüchtlinge geht, der seit Tagen nicht gewährleistet ist.  Den Nazis muss auf der Straße entgegengetreten werden und Grenzen gesetzt werden! Das schließt dann wohl nicht aus, den Flüchtlingen auch praktisch zu helfen.Es ist auch egal, ob Kampfsport erfahren oder nicht.Breite Mobilsierung und coruagiertes Auftreten dürfte reichen.

 

Wie war dass noch in Rostock? Die Bulle wurden erst dann aktiv, als es eine große Antifademo gegeben hat.