Fl: Innenstadt-Demo gegen Rassismus und Kundgebung am Bahnhof

Demo Innenstadt Brandanschlag 1

Anlässlich eines Brandanschlags auf eine geplante Geflüchtetenunterkunft in der gestrigen Nacht in Flensburg Fruerlund gab es am heutigen Freitag um 17.00 Uhr eine Demonstration mit knapp 100 Menschen durch die Flensburger Innenstadt. Im Anschluss gab es um 19.00 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Gesicht zeigen“ am Bahnhof mit mehreren hundert Teilnehmenden.

 

Hier der Redebeitrag der antifaschistischen Demo:

 

Letzte Nacht hat es in Flensburg einen Brandanschlag auf eine geplante Unterkunft für Geflüchtete gegeben. In der Nacht auf Freitag brannte eine der Wohnungen in dem glücklicherweise noch leerstehenden Gebäude in der Travestrasse in Fruerlund komplett aus.

 

Rassismus hat viele Gesichter. Brandanschläge sind eines davon. Weit verbreitet ist die Behauptung, dass rassistisches Gedankengut eine marginale Minderheitenmeinung irgendwo an den vermeintlich äußersten Rändern der Gesellschaft sei. Aus unserer Sicht ist das eine unzutreffende, verharmlosende und naive Betrachtung. Rassismus ist überall und dagegen zu kämpfen bedeutet nicht nur, ab und an an Lichterketten teilzunehmen, sondern eine permanente und offensive Einmischung im Alltag. PeGiDa, HoGeSa und die AfD gehören zu den sichtbarsten und fraglos ekelhaftesten Auswüchsen. Sie bilden damit allerdings nur die Spitze eines riesigen Eisbergs. Ihr Erfolg wäre ohne die weite Verbreitung und Akzeptanz menschenfeindlichen Gedankenguts in der Gesellschaft nicht denkbar.

 

Nein, auch wir haben keine fertigen Antworten auf Anschläge wie diese. Was wir aber sagen können ist, dass es gilt aus Wut und Trauer Widerstand zu machen. Was wir auch sicher sagen können, ist dass uns Phrasen der Betroffenheit seitens der sogenannt etablierten Politik auf die Nerven gehen. Die Ursachen der Probleme sitzen weitaus tiefer als es die Debatte um die Verschärfung des Asylrechts oder der Grenzkontrollen suggerieren. Die Existenz von Staaten und Grenzen, die Anmaßung, bestimmen zu können, welche Menschen sich wann wohin bewegen dürfen und wer am Reichtum der hiesigen Gesellschaft teilhaben darf und wer nicht seien hier nur beispielhaft genannt. Wir wünschen uns eine Welt ohne Mauern und Grenzen.

 

Am 23. Oktober von 14 bis 18 Uhr will die AFD am Holm vor der Nospa einen Infostand abhalten- zeigen wir ihnen, dass sie nicht willkommen sind!

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Wäre es nicht nett auch die Gesichter der bunt,friedlich, weltoffen-Fraktion unkenntlich zu machen? Nur son Vorschlag.