Berlin: Hungerstreik von Flüchtlinge vor Brandenburger Tor geht weiter - Zeigt Solidarität!

what we need

Am 24. Oktober 2012 begannen vor dem Brandenburger Tor ca. 20 Flüchtlinge einen unbefristeten Hungerstreik, um auf die untragbare Situation hinzuweisen, unter denen Flüchtlinge in Deutschland leben müssen (mehr dazu hier). Mit dieser Aktion wollen sie den Forderungen, mit denen Flüchtlinge seit Monaten auf die Straße gehen - unter anderem mit einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin - Nachdruck verleihen und noch mehr Aufmerksamkeit erzielen. Die Polizei verhält sich dabei sehr unkooperativ und geht immer wieder gewalttätig gegen die Hungerstreikenden und ihre Unterstützer_innen vor.


Nach wie vor (Stand: Montag, 29. Oktober, ca. 14:00) wird dazu aufgerufen, zum Brandenburger Tor zu kommen und die Leute zu unterstützen.

Die Hungerstreikenden halten bereits den sechsten Tag durch, immer wieder kam es durch Angriffen durch die Polizei, die gleicht am Anfang das aufgebaute Zelt abmontierte und seither immer wieder Isomatten, Decken, Schlafsäcke und anderes wärmendes Material stiehlt. Ein neuer Versuch der Polizei, den Widerstand der Flüchtlinge zu brechen ist, alle Gegenstände, die "sich zum dauerhaften Verweilen" eingenen, zu entfernen. So werden die Leute gezwungen, Rucksäcke in der Hand zu halten. Sämtliches Material vom Boden hätte zu verschwinden, wie die Einsatzleitung erklärte. Zusätzlich zu Aufbauten, Isomaten und Decken werden nun alle Gegenstände verboten, die am Boden liegen. Die Polizei ist mit massivem Aufgebot vor Ort und wartet, dass die Sachen entfernt werden.

Je nach Schicht der Polizei werden die Auflagen anders ausgelegt.  Aktuell meint die Polizei, dass Schirme, auf denen politische Botschaften stehen, bleiben dürfen. Taschen usw. müssen gehalten werden...

 

Alle Leute in Berlin sind aufgerufen, zum Brandenburger Tor zu kommen und die Proteste zu unterstützen.

 

Updates gibt es auf refugeetentaction.net, asylstrikeberlin.wordpress.com, Facebook und Twitter.

Livestream vom Brandenburger auf bambuser.com.

 

Hintergrund: [Berlin] Flüchtlinge im Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor

Zeige Kommentare: ausgeklappt | moderiert

Download | Anhören

 

Die Reportage beinhaltet Interviews auf Deutsch und Englisch, die Mitte Oktober diesen Jahres auf dem Refugees-Camp am Oranienplatz in Berlin gemacht wurden. Am Oranienplatz haben sich Asylbewerber und Flüchtlinge versammelt, die für menschliche Behandlung in der Bundesrepublik kämpfen. Menschen verschiedener Herkunft erzählen von ihrer Vergangenheit, ihrem Leben in Deutschland und ihren Hoffnungen. Am 13. Oktober fand eine große bundesweite Demonstration statt, die vom Oranienplatz zum Bundestag führte. Bereits am 6. Oktober kam der Refugees-Protest-March in Berlin an. Dieser Refugees-Protest-March startete am 8. September in Würzburg, richtete sich gegen Lagersystem, Abschiebegesetze sowie Residenzpflicht und die Teilnehmenden liefen die gesamte Strecke zu Fuß.

http://freie-radios.net/51782

Berlin: Flüchtlinge im Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor

Im März 2012 begannen in Würzburg Proteste von Flüchtlingen, die sich über ganz Deutschland ausbreiteten. Am 6. Oktober 2012 kam ein Protestmarsch in Berlin an. Seither gab es in der Hauptstadt mehrere Aktionen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind am 24. Oktober ca. 20 Flüchtlings-Aktivist_innen in Hungerstreik getreten.

Inhalt:

  • Unbegrenzter Hungerstreik - Erklärung der Geflüchteten in Berlin
  • Vorm Brandeburger Tor
  • Überblick über die Protestaktionen der Flüchtlinge seit März 2012
  • Aufruf zur Solidarität mit den hungerstreikenden Flüchtlingen vom Protest Camp am Oranienplatz

Ganzen Artikel lesen auf no-racism.net

Ein Video von der Polizeieskaltionen beim Refugee Hungerstreik am Brandenburger Tor 29.10.2012
Gespräch zwischen Einsatzleitung und Veranstalter.

http://www.youtube.com/watch?v=hFYsjNl5WOo

Vor sechs Tagen sind in Berlin Flüchtlinge in den Hungerstreik getreten und campieren vor dem Brandenburger Tor. Trotz Minusgrade wurde den Protestierenden Verboten Schlafsäcke, Decken und Isomatten zu nutzen um sich zu wärmen. Heute am 29.10. wurde die Situation erneut durch die Einsatzleiter zugespitzt indem den Flüchtlingen nun neben Schlafsäcken und Decken auch das mitführen von Rucksäcke undzusätzliche Kleidungsstücke verboten wurde.

Die hungerstreikenden Flüchtlinge und Unterstützer_innen harren dennoch weiterhin vor dem Brandenburger Tor aus und sind gewillt dort zu bleiben, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Kommt vorbei und unterstützt sie.