[MR] Polizei verhindert Sturm auf Lutherstraße? Antifa verhindert reibungslosen Ablauf von Nazitreffen!

Sponti

Am vergangen Freitag, dem 23.06.2017, fand in Marburg eine reaktionäre Veranstaltungen statt. Auf dem Haus der extrem rechten Burschenschaft Germania referierte der AfDler Andreas Lichert im Rahmen einer Veranstaltung des „Instituts für Staatspolitik“ (IfS). Das IFS ist ein neofaschistischer ThinkTank, verbreitet rechtsextremes völkisches Gedankengut und ist eng vernetzt mit der „Identitären Bewegung“. An dem neuem Hausprojekt der Identitären Bewegung in Halle ist Lichert zudem in Kooperation mit der dortigen IB-Gruppe „Kontrakultur Halle“ maßgeblich beteiligt.

 

Ende April diesen Jahres berichtete die Kampagne „Stadt, Land, Volk“ (1) über ein Treffen der Jungen Alternative Hessen, wo es zu gewalttätigen Angriffen gegenüber Fotograf*innen kam. Lichert selbst war an diesem Tag Teil des Kongresses.

 

Als Reaktion starteten entschlossene Antifaschist*innen eine Spontandemonstration, um gegen diese faschistische Veranstaltung zu protestieren. In der Lutherstraße angekommen dauerte es nicht lange, bis mehrere Polizeiwannen ankamen und anfingen die Kundgebung abzufotografieren. Die Stimmung vor Ort war entschlossen und kämpferisch: Mit einem Redebeitrag und mehreren Hundert Flyern machten die teilnehmenden Demonstrant*Innen auf diese reaktionären Tendenzen aufmerksam.

Mit dem Ankommen der Gäste kam es zu mehren Gewaltandrohungen gegenüber den dortigen Antifaschist*innen, als diese versuchten einen reibungslosen Ablauf des Nazitreffens zu verhindern und sich den Nazis ganz praktisch in den Weg stellten.

Während die Schweine gegen die Antifaschist*innen handgreiflich vorgingen, wurden die ankommenden Nazis beschützt. Nebenbei fotografierte ein vermummter Burschenschafter aus einiger Entfernung die Kundgebung, ohne dass die anwesenden Polizist*innen etwas dagegen unternahmen; sie kriminalisierte vielmehr die sich vor dem Fotografen schützenden Antifaschist*innen.

Es konnten jedoch glücklicherweise etliche der anreisenden Rechten fotografiert werden. Die Bilder haben wir der antifaschistischen Kampagne Stadt, Land, Volk   (2) zur weiteren Auswertung übergeben.

 

Um einem drohenden Bullenkessel zu verhindern zog die Sponti um kurz nach 19h wieder zurück in die Innenstadt. Am Ende des „Sturms auf die Lutherstraße“ (3) kam es zur regelrechten Hetzjagd auf die angeblichen Teilnehmer*innen. Mehrere Polizeiwagen und Zivicops waren in der Stadt unterwegs, um Antifaschist*Innen festzunehmen.

Diese Kriminalisierung antifaschistischer Intervention endete mit der Festnahme von zwei angeblich teilnehmenden Personen. Beide wurden mit auf die Wache genommen und erst nach mehren Stunden erkennungsdienstlicher Behandlung wieder freigelassen. Außerdem gab die Polizei der Oberhessischen Presse im Nachgang Informationen weiter, die schlichtweg inkorrekt waren.

 

Es bleibt dabei: Völkische Verbindungen angreifen! Antifa in die Offensive

 


(1) https://stadtlandvolk.noblogs.org/post/category/landeskongress-der-jungen-alternative-hessen-auf-dem-germanenhaus/

(2) stadtlandvolk.noblogs.org

(3) https://linksunten.indymedia.org/de/node/216429

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Früher war mehr Lametta

Kein Nazitreffen bleibt unwidersprochen!

Gegen die Veranstaltung des IfS!

 

 

Am Freitag, den 23. Juni 2017, findet um 19 Uhr eine Veranstaltung des Institut für Staatspolitik (IfS) in Marburg statt. Beim Institut für Staatspolitik handelt es sich um einen (Neu-)Rechten Thinktank, der sich mit seinem völkischen Gedankengut als Stichwortgeber für u.a. die neofaschistische Identitäre Bewegung (IB) auszeichnet. Anderas Lichert aus Karben, Vorstand des Institut für Staatspolitik, soll auf dem Haus der extrem rechten Burschenschaft Germania in der Lutherstraße 3 sprechen. Erst Ende April 2017 war Andreas Lichert zu Gast beim Landeskongress der Junge Alternative (JA) Hessen auf dem Haus der Burschenschaft Germania Marburg. Von dieser Veranstaltung aus wurden Fotograf_innen von Burschen und JA-Funktionären mit Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen.

An dem Angriff beteiligt war auch der Sprecher der Burschenschaft Germania Marburg, Maximilian Kolb, der im Landesvorstand der JA-Hessen als Beisitzer tätig ist. Sein Bundesbruder Nils Grunemann, auch Germania Marburg, ist zweiter Sprecher der JA-Marburg Biedenkopf und war bereits 2013 Deutschlandsprecher der IB.

 

Zwei Wochen nach dem Landeskongress der JA-Hessen auf dem Germaniahaus gründete sich in Marburg angebliche eine Ortsgruppe der Identitären Bewegung. Zwei Transparente, die die Gruppe in Marburg platzierten, wurden im gleichen Raum gemalt, in dem sich zwei Wochen zuvor die JA-Hessen zu ihrem Landeskongress traff, wie ein Bildvergleich zeigt: Auf dem Haus der Burschenschaft Germania Marburg.

Auch Andreas Lichert ist eng mit der IB vernetzt. In seiner Projektwerkstadt in Karben fanden mehrfach Treffen der IB statt und auch ein Hausprojekt der IB in Halle wird durch das IfS und die Titurel-Stiftung, für die auch Andreas Lichert als Ansprechpartner gilt, gefördert. Andreas Lichert, der für die hessische AfD im September für den Bundestag kandidiert, steht also an der Seite von gewaltätigen Neofaschisten, wie die Angriffe vom 29. April 2017 durch Naziburschen der Germania und Rheinfranken Marburg und die Förderung des IB Hausprojekts in Halle, wo IB-Aktivist_innen ebenfalls regelmäßig durch Gewaltaubrüche auffallen, beweisen.

 

Die Burschenschaft Germania Marburg ist eine Kaderschmiede der extremen Rechten, die sich gerne Gleichgesinnte, wie Andreas Lichert, auf ihr Haus holt.

 

Das darf nicht unwidersprochen bleiben!

Antifa in die Offensive!