Die Band Feindflug betreibt NS-Relativierung

Die Elecrtronic-Band "Feindflug" betreibt in ihrem Werk "Gulag" NS-Relativieung, in dem song werden die Vernichtungslager der Nazis mit den Arbeitslagern Stalins gleichgesetzt. Die Formation Feindflug hat sich sonst immer ein "Anti-Rechts-Profil" auf die Fahnen geschirben, untermauert durch Machwerke wie Kahle Bedrohung u.ä.

Dasz diese Inszenierung nur Imagepflege war, wird an solchen Ergüssen deutlich:

 

https://www.youtube.com/watch?v=G4xzRT1YnDE

 

Sample: "Wir haben die Feinde in Konzentrationslager deportiert. Die Lager waren um nichts besser als jene der Faschisten.
Aber in den Deutschen Lagern wurden Fremde deportiert. Während unser barbarisches Regime seine eigenen Landsleute vernichtet hat. Passt auf, lasst keine neuen Barbaren die Macht an sich reißen. Wir dürfen nicht zu unserer eigenen schändlichen Vergangenheit zurückkehren."

 

Wir fordern Boykott und Ächtung der Gruppe Feindflug! 

 

Falls ihr ihnen eure Meinung sagen möchtet, bittesehr: www.feindflug.info

Zeige Kommentare: ausgeklappt | moderiert

zumindest sollte mensch das statement nicht einfach so stehen lassen, so wie es jetzt zu hören ist, ist es eine ns-relativierung, die gruppe täte gut daran, den track zu erweitern oder ihn aus dem programm zu streichen.

wenn ihr schon einen 11 jahre alten track von feindflug zum aufhänger nehmt, wäre es schon aus gründen einfachster recherchestandards geboten, auch auf die bisherige debatte hinzuweisen, in die archive zu gehen und die sehr ausführlichen und eben auch inhaltlichen statements der band aus den anfangstagen wieder zu geben (ich sage nur den austauscht mit der initiative grufties gegen rechts um die jahrtausenwende, der viele positionen geklärt hat). nur so ein kleiner hinweis an euch: feindflug alben sind in der regel konzeptalben. schon das 1997 erschiene debüt "feindflug" arbeitete viele aspekte des historischen nationalsozialismus auf, angefangen vom kollektiven wahn, über erziehungsideale im ns, bishin zum grauen der vernichtungslager und der militärisch beigebrachten niederlage. dabei bedient sich die gruppe ausschließlich bekannter samples, zum teil scheint es gewollt, dass hier verschiedene sprecherperspektiven, z.t. widersprüchlich, nebeneinander stehen oder konfrontieren. die zeile des liedes gulag ist für sich genommen tatsächlich problematisch auslegbar, allerdings sollte es im kontext des albums "volk und armee" (2005) gesehen werden, welches sich in gänze mit dem stalinismus und der frühen sowjetunion auseinandersetzt, wieder werden verschiedene perspektiven auf die ereignisse dargestellt. dabei wird keinesfalls eine einseitige, toalitarismus-theoretische sicht vertreten. vielleicht erstmal anhören. billige provokation oder sympathie mit dem nationalsozialismus sieht anders aus...

 

Wenn alle Geschichten erzählt sein werden; die großen und die kleinen, die tragischen und die melodramatischen, wenn von allen Geschehnissen in Europa berichtet sein wird, was natürlich nie der Fall sein wird, Da wird man sich an die Geschichte von ein paar kleinen Leuten erinnern, die bewiesen haben, dass etwas in der menschlichen Seele ist, was die Menschen von den Tieren trennt und sie über die Kreatur erhebt. Und da wird man sich an das Deutschland des Jahres 1936 erinnern. Die Agressionen und der Krieg hatten noch nicht begonnen, aber die Konzentrationslager waren voll. Die Deutschen reinigten noch ihr eigenes Land, reinigten ihre Nation von den letzten Spuren menschlicher Anständigkeit. Eines Morgens, kurz vor Anbruch der Dämmerung, gelang mehreren Gefangenen die Flucht aus dem Konzentrationslager Westhofen. Ich war einer von ihnen.

feindflug - erinnerung

es steht doch im artikel, dasz die sich n antirechtsnstrich geben!

Sorry Folks, diese Entgegnung unterbietet sogar noch das Niveau des Artikels.

 

Ja, in dem erwähnten Halbsatz oben steht, dass sie sich ein "Anti-Rechts-Profil" geben würden, von den inhaltlichen Diskussionen mit Antifa-Zusammenhängen um die Jahrtausendwende und den geklärten Standpunkten hingegen kein Wort. Kunst bleibt manchmal streibar und interpretierbar, umso wichtiger wäre es, sich als Recherche-Zusammenhang in irgendeiner Weise zu diesem Teil der nun beinahe 15 Jahre alten Feindflug-Diskussion und ihren Ergebnissen ins Verhältnis zu setzen. Das alles (Hintergründe, eine Gesamtschau des Feindflug-Werkes und ihre Entwicklungsprozesse) liefert der Text nicht im Ansatz, stattdessen wird ein mehr als zehn Jahre altes Sample aus dem Kontext des Werkes gerissen und im Schnellschuss zur "Ächtung" der Band aufgerufen. Wir kann man Antifa-Recherche so in den Dreck ziehen? Zumal es angesichts der bislang vorhandenen Bereitschaft der Band, sich mit Vorwürfen und Kritik auseinanderzusetzen (die bisherigen Schriftwechsel waren mehr als intensiv), angemessen gewesen wäre, von der Band zu erst ein Statement einzuholen, bevor ihre Verbannung gefordert wird.Sorry, mit so einem schlechten Stil verschafft man sich keinen Einfluss, zumal diese Anwürfe hier auf tönernen Füßen stehen. Wenn es trotzdem dazu führt, dass Menschen aufgrund der hier präsentierten Informationen gegen diese Band zu Felde ziehen, ist es um den Antifaschismus in meinen Augen schlecht bestellt.

mich jetzt in eine kommentarschlacht zu werfen.

ja der text ist scheisse, richtig scheisse, weil er verkürzt und damit entstellt und relativiert.

kz's und gulag's sind nicht miteinander vergleichbar, weil vernichtungslager und arbeitslager nicht gleichgesetzt werden dürfen, das ist wirklich eine ns-relativierung.

ein boykott ist jedoch m.e. übertrieben.

es ist gut, dass es angesprochen wird und die band solle ein statement rausbringen.

solch ein song ist etwas, was sicher auch faschistInnen gefällt, bestätigt es doch, "dass der ns  gar nicht so schlimmwar, da kommunisten ja das gleiche gemacht haben"-daher, sowas kann mensch nicht stehen lassen und dulden, aber bitte mit augenmaß agieren.

... und LAIBACH boykottieren nicht vergessen.

Wann? Oder warum dieser Reklameversuch?