Verbotenes Camp: Antifa-Aktivisten stören Sieraus Rede

"friedensfest" dortmund
Erstveröffentlicht: 
27.08.2012

DORTMUND Die für Montagnachmittag geplante Eröffnung des Friedensfestes an der Katharinenstraße ist von Aktivisten des nicht genehmigten Antifa-Camps gestört worden. Betroffen war auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

 

Der Oberbürgermeister hatte gerade mit seiner Ansprache zur Eröffnung des DGB-Friedensfestes begonnen, als etwa 30 Camp-Aktivisten auf den Platz stürmten. Diese versuchen mit einem Megafon, Sieraus Ansprache zu stören. Der lässt  sich aber nicht beirren und spricht ruhig weiter.

 

DGB-Mitglieder führten "angeregte" Gespräche mit den Aktivisten. Jutta Reiter vom DGB erwidert die Störaktion der Camp-Unterstützer und fordert zu Respekt auf: "Es gibt keine guten oder schlechten Antifaschisten. Wir verfolgen das gleiche Ziel."

Die Polizei ist vor Ort, hält sich aber zurück. Inzwischen ist auch Polizeipräsident Norbert Wesseler auf der Bühne.

Aktualisierung 18.42 Uhr:

Ein Antifa-Aktivist hat vorhin die Bühne gestürmt und sich lautstark über die Verbote der Stadt aufgeregt. An OB Sierau überreichte er eine Gedenktafel, die ursprünglich am Sonntag auf der Kulturinsel am Phoenix-See angebracht werden sollte. 

Einen Besuch auf der Insel hatte die Stadt ebenso wie das im Tremoniapark geplante Camp nicht genehmigt.