Gibt es ein legitimes Hobby, wenn dabei Lebewesen Schaden zugefügt oder diese gar getötet werden? Die Betreiber der Messe „Reiten, Jagen, Fischen“ sagen: Ja. Reitsportler, Jäger und Angler bezeichnen sich selbst als Tierfreunde, doch würde man die Tiere nach dem Verhältnis zu diesen selbsternannten Freunden der Natur befragen können, so würde der in der Falle hängende Fuchs; der Fisch, dem gerade ein Haken in die Zunge gebohrt wurde und das Pferd, dessen zu fest gezogene Zügel, ihm die Halswirbel verschieben, nicht von einer Freundschaft reden können. Die „Freundschaft“ bleibt also einseitig und hat damit keinerlei Bedeutung mehr, womit die blutigen Hobbies auf einem Schlag ihre Rechtfertigung verlieren dürften.
Was spricht aber im Einzelnen gegen diese „Hobbies“?
Die Jagd
beispielsweise wird in der Gesellschaft oft damit gerechtfertigt, sie
sorge für die Regulation des Wildbestandes. Dies ist ein
sprichwörtliches Ammenmärchen, da diese keiner Regulation bedarf.
Jagdverbote in einigen Gebieten Österreichs haben bereits gezeigt, dass
die Natur sich ohne die Jäger in sehr kurzer Zeit selbst reguliert. Die
Jagd wird in diesem Moment sinnlos, weshalb über diese Tatsachen nicht
gern gesprochen wird, da sie das blutrünstige Hobby jener nicht mehr
rechtfertigen könnten. So suchen Jäger, aber ebenso auch Angler stets
nach Gründen, ihre Mordlust befriedigen zu können.
Anzumerken wäre
dabei auch, dass das aktuelle Jagdgesetz nicht nur sehr veraltet ist,
sondern zu seiner Zeit von keinem geringeren als Hermann Göring
entwickelt wurde. Es bedarf aber nicht zuletzt deshalb der
Überarbeitung, weil es in seiner Konzeption der heutigen Zeit absolut
nicht mehr entspricht.
Jagen und Fischen wären damit erklärt, aber was ist eigentlich mit dem Reitsport?
Entgegen der allgemeinen Vermutung, Reiten wäre absolut nicht schädlich
für ein Pferd, ist hier zu sagen: DOCH, das ist es in der Tat! Beim
Reiten entsteht beim Pferd eine Krümmung, da der Knochenbau, vor allem
aber Rücken und Hals des Pferdes, stark belastet und beschädigt werden.
Für das Pferd entstehen damit nicht zu unterschätzende chronische
Schmerzen.
Diese Schmerzen werden von den meisten Menschen nicht
ernst genommen – suggerieren ja sogar schon Zeitschriften für junge
Mädchen die heile Welt des „Ponyhofes“.
Diese heile Welt, welche beim Reiten, aber auch beim Jagen und Fischen mit Traditionsargumenten untermauert wird, ist nicht real!
Deshalb hier ein Aufruf an alle: Augen auf! Realisieren Sie die aktuelle
Zeit, in welcher Reiten, Jagen und Fischen nicht mehr
überlebenswichtig ist und das Leid der Tiere nicht Spaß machen sollte!
Angaben zu Demo:
Ort : Erfurt Hauptbahnhof
Zeit: 27.03.2010 - 12.00Uhr
Infos: http://rjf.antispe-arge.org/