[B] Demonstrationskultur, Gewalt abseits - ein Montag in Berlin

#Nobärgida

Unser Auftakt für die Gegenproteste blieb, wie schon die vergangenen Wochen in der Stromstraße, Ecke Alt-Moabit. Damit war durch die Route der Weg nach Moabit erneut versperrt. Trotz des schlechten Wetters schlossen sich über 100 Personen uns an. Auch am Hauptbahnhof versammelten sich mehr als 50 Personen, so dass es keine, von der Polizei ignorierten, Übergriffe gab.

(A-Radio) Asylpolitik in der Schweiz und Gentrifizierung in Bern

A-Radio Berlin

Seit dem 29.7.2015 ist ein Interview zur Asylpolitik in der Schweiz und zur Gentrifizierung in Bern online.

Alle Downloads und Links findet ihr auf dem Blog des Anarchistischen Radios Berlin.
Mitte Juni 2015 führten wir ein Interview mit der Revolutionären Jugendgruppe aus Bern. Darin ging es um Abschiebungen in der Schweiz und den Widerstand dagegen sowie um die Reitschule, Gentrifizierungserscheinungen in Bern und den Aktionen rund um das Thema.

Räumt das Rathaus - KoZe bleibt!

Rote Flora

Solidarität mit dem KoZe in Hamburg!

Das Plenum der Roten Flora erklärt sich solidarisch mit dem Kollektiven Zentrum (KoZe) im Hamburger Münzviertel. Der Polizeieinsatz am vorgestrigen Montagmorgen war ein vorbereiteter und offensichtlicher polizeilicher und politischer Angriff auf das selbst verwaltete und nachbarschaftliche Stadtteilprojekt.

[NBG] Rojava-Wandzeitung

Rojava

Die revolutionär organsierte Jugendaktion veröffentlichte vor einiger Zeit eine weitere Ausgabe der Wandzeitung (Fokus Revolution), die wir an dieser Stelle zur Verfügung stellen wollen. In diesem Zusammenhang wollen wir auch die vorherigen Ausgaben hochstellen. 

In Rojava wird versucht eine gesellschaftliche Alternative aufzubauen. Der Türkei und den anderen Nato-Staaten ist dies allerdings ein Dorn im Auge und sie versuchen auf ihre Art und Weise ihnen Steine in den Weg zu legen oder gar mit offener Aggression das Projekt im Keim zu ersticken.

„Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht"

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht

Die Arbeitskämpfe bei der Bahn oder bei Amazon in den letzten Monaten haben deutlich gemacht, dass Streiks durchaus nicht der Vergangenheit angehören. Doch in der letzten Zeit wurden Arbeitskämpfe in Sektoren bekannt, die gemeinhin als schwer oder gar nicht organisierbar galten. So gab es in Berlin einen erfolgreichen Arbeitskampf in einem Spätkauf, Gefangene gründen eine Gewerkschaft und Geflüchtete kämpfen für das Recht auf Gewerkschaftsmitgliedschaft. Einige Facetten dieser neuen Streiks und Arbeitskämpfe wird der Journalist Peter Nowak auf der Veranstaltungsreihe vorstellen.

Naziangriff nach Solidaritätsdemonstration

Antira in Dresden

Wenige Stunden nach dem Ende einer großen und kraftvollen antirassistischen Demonstration in der Dresdner Friedrichstadt kam es zu einem Übergriff durch eine Gruppe von mindestens 30 rechten Hooligans auf abreisende Antirassistinnen und Antirassisten. Bei der nächtlichen Attacke wurde mindestens eine Person durch Schläge am Kopf verletzt. Erst als etliche bereits abgereiste Personengruppen wieder zurückkehrten, entspannte sich die Situation wieder.

Sprengstoffanschlag in Freital

Nazis raus!

Wie die Freitaler Linken vorgestern morgen mitteilten, kam es zu einem Sprengstoffanschlag auf das Fahrzeug eines ihrer Abgeordneten. Dabei entstand am vor dem Wohnhaus geparkten Fahrzeug ein wirtschaftlicher Totalschaden. Michael Richter hatte sich in den letzten Monaten immer wieder für einen menschenwürdigen Umgang mit Asylsuchenden in Freital eingesetzt und war dafür mehrfach offen bedroht worden. Als eine der Ersten hatte die schon seit Wochen in der Stadt aktive rechte Freitaler Bürgerwehr über den Anschlag berichtet. Zur Stunde wird das Auto von der Polizei auf Spuren untersucht.

(M) Not Alone – Solidarität gegen Repression und Vereinzelung

not alone

Seit über einem halben Jahr tragen jeden Montag extreme Rechte ihre menschenverachtende Agenda auf die Straßen Münchens. Insbesondere in den ersten Wochen trafen die Pegida-Märsche auf einen breiten und entschlossenen Widerstand. Diesem wurde von Beginn an mit einer Repression begegnet, die selbst die Münchner Verhältnisse auf die Spitze treibt. Neben dem Einsatz mitunter brutaler physischer Gewalt, setzt die Polizei dabei vor allem auf eine hohes Level an Festnahmen und Anzeigen. Viele Dutzend Antifaschist_innen warten aktuell auf Prozesse mit schweren, oft hanebüchenen, Tatvorwürfen. Erste Strafbefehle und Urteile lassen erwarten, dass die Gerichte überwiegend im Sinne der Repressionsbehörden entscheiden werden. Der Fall des Antifaschisten Paul, der aufgrund einer vermeintlich zu kurzen Fahne in Untersuchungshaft gesteckt wurde, dürfte dabei lediglich einen vorläufigen Höhepunkt der Repression darstellen.

Richter ohne Contenance. Bericht zum 5. Prozesstag im 129er Verfahren gegen Latife

Latife

Die dritte Verhandlungswoche im 129er-Verfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen unsere Gefährtin Latife sollte im Zeichen einer ersten Zeugeneinvernahme am fünften Prozesstag stehen. Am fünften Prozesstag sollte ein BKA-Beamter aussagen und die Verhandlung nach Verlesung der Anklage und der Vorführung von Videos damit in eine neue Phase eintreten. Doch es kam überraschend anders.

[HH-koZe] Erklärung des kollektiven Zentrums (koZe) zur Hof-Invasion am Montag, den 27.07.2015

Kollektives Zentrum (koZe)Norderstraße 65Münzviertel, nahe Hamburg HBF

Zusammenfassung:
+++Montagmorgens halb 6 Einbruch auf unseren Hof +++ Hoftor wird blockiert +++ Verhandlungsangebote werden ignoriert +++ Verletzte und vier Festnahmen +++ Bauzaun quer über`n Hof mit Polizeipräsenz +++ viel Solidarität, mehrere Aktionen fürs koZe +++ Abriss der Schule soll beginnen +++ Provokationen gegen uns gehen weiter: wieder unangekündigt Warmwasser abgestellt +++

[B] Drei regelverletzende Interventionen im Sommer 2015

urbanresistance

Verschiedene Spektren, zwischen denen es wenig Überschneidungen gibt, brachen in den letzten Wochen den tristen Alltag politischer Ohnmacht auf, mit unterschiedlichem Erfolg:

Am 21. Juni stürmten tausende DemonstrantInnen die Wiese vor dem Reichstag, um Gräber für die auch von der deutschen Regierung ermordeten Flüchtlinge auszuheben. Der angemeldete Protest- „Marsch der Entschlossenen“ vom Zentrum für politische Schönheit, der kurzerhand Zäune einriss und sich die Menschenmenge über den Rasen hermachte, überraschte die Bullen. Die Gefahrenprognose des LKA für diesen Tag hatte sicher anders ausgesehen.

Heidelberger Neonazi Andreas Lehnert verurteilt.

Andreas Lehnert

Der Heidelberger Neonazi Andreas Lehnert wurde letzten Mittwoch (22.07.2015) vom Amtsgericht Heidelberg zu 100 Sozialstunden und Sieben Monaten Haft auf 3 Jahre Bewährung verurteilt. Andreas Lehnert hatte vor knapp einem Jahr in Heidelberg Kirchheim eine Gruppe junger Antifaschist*innen mit einem Messer verfolgt. Nachdem er sie aus seinem Haus (in der Nähe des Odenwald Platzes) mit den Worten: "Ihr seid doch die Wichser von der Antifa!" angesprochen hatte fügte er noch hinzu: "Ich Schlitz euch die Kehle durch!". Danach verschwand er kurz in seiner Wohnung und kam dann mit einem 50cm langen Kampfmesser zurück und jagte die Antifaschist*innen bis zum Rathaus.

[DD] Zugtreffpunkt aus Dresden zur Antira-Demo in Freital am 31.07.

Antifaschistische Demonstration 31.07.2015 in Freital

“We didn’t start the fire…” - Wider dem rassistischen Mob in Freital!

Schon wieder nach Freital? – Viel eher: Immer noch Freital. Immer und immer wieder.

Münster: Tauschbuchladen installiert.

Das Tauschregal

Wir haben vor einigen Wochen den zweiten Buchtauschladen in der Bushaltestelle Neubrückentor in Münsters Kreuzviertel installiert. Der erste wurde leider vor einigen Monaten entführt. Nun haben wir einen zweiten Versuch gewagt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten erfreut sich das Regal nun dauerhafter Beliebtheit und ist immer recht gut gefüllt. Den Buchladen zierte zum Anfang ein Schild mit Anarchismus-Bezug und einer kleinen Erklärung. Leider wurde das Schild von einer Schurkin entwendet.

MS / Münster: Wandzeitung gegen Repressionswelle in der Türkei

Wandzeitung gegen Repressionswelle in der Türkei

Letzte Woche rief die "Revolutionäre Anarchistische Aktion aus der Türkei (Devrimci Anarşist Faaliyet - DAF) zu interantionalen und dezentralen Protesten gegen die Repressionswelle in der Türkei und gegen die Unterstützung des IS durch das türkische Regime um Erdogan und die AKP auf. 1

[Köln&Berlin] Berichte von Aktionen wegen des Suruc-Massakers

Aktionen wegen des Suruç-Massakers

+++Bericht von Aktionen wegen des Suruc-Massakers aus Köln und Berlin+++

Trauer und Wut erfüllten unsere Herzen, als wir von dem feigen Massaker des IS an den revolutionären Jugendlichen der SGDF (Förderation sozialistischer Jugendvereine) hörten.

Eine erste Auswertung des AfD-Landesparteitages in Pforzheim

AfD Shut Up!

Am 25. und 26. Juli 2015 fand in Pforzheim der AfD-Landesparteitag statt. Als Versammlungsleiter fungierte Julian Flak, Beisitzer im Bundesvorstand und stellvertretender Landessprecher der AfD Hamburg.  Es folgt eine kritische Vorstellung des neuen Landesvorstandes. 

Wobbly ein Leben lang - Für einen Aktivismus der länger als die Studienzeit dauert

IWW

Die Antiautoritäre Linke ist eine Bewegung deren statistisches Ausstiegsalter bei 27 Jahren liegt. Das es auch anders geht zeigen (leider nur) einige wenige gute Beispiele. Um dieses Thema geht es auch in der weltweiten Basisgewerkschaft IWW. Eines der Mitglieder beschäftigt sich mit den Bedingungen wie es gelingen kann ein Leben lang Wobbly zu sein.

Bundesweite Demo gegen die Türkei = IS

Es reicht!

Gegen die kriegstreiberische Politik Erdogans soll bundesweit demonstriert werden.

Als Handlanger des IS schaut die Türkei zu und fördert die Erstarkung mit Waffen und Support. Wenn IS KämpferInnen in türkische Krankenhäusern kommen, werden diese wieder aufgepeppelt und von ihren SympathisantInnen in den Krieg gegen die KurdInnen und andere Minderheiten geschickt.

[Gö] Demonstration am 10.8.: Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen. Neonazis bekämpfen.

Antifa

Feministischte und antifaschistische Demonstration | Montag, 10. August 2015 | 19:00 Uhr | Altes Rathaus | Göttingen

Was geschah. In Göttingen überschlagen sich die Ereignisse: Erst wurde der Sprecher der Wohnrauminitiative von einem Verbindungsstudenten der Landsmannschaft Verdensia vom Fahrrad geschubst, sodass er sich eine schwere Knieverletzung zuzog. Der „Schubser“ Jan Philip Jaenecke hatte bereits in einem Fachschaftsraum an der Uni linke Plakate abgerissen und Leute, die ihn zur Rede stellen wollten, bedroht. Darüber hinaus war er schon „Sieg Heil“ rufend in den Straßen gesichtet worden. Dann schossen aus dem Haus der Burschenschaft Germania zwei Männer mit Druckluftwaffen auf ein linkes Wohnprojekt. Über 40 Mal zielten sie durch ein offenes Fenster auf die Menschen, die sich im dahinterliegenden Raum aufhielten. In der Nacht zum 11. Juli 2015 griff der Northeimer Neonazi Roland Rusteberg aus einer Gruppe heraus eine Person in der Roten Straße an und verletzte diese erheblich. Immer wieder kehren organisierte Neonazis aus Northeim in Göttingen ein, um Naziparolen grölend Linke und Menschen, die nicht in ihr rassistisches Weltbild passen, anzupöbeln und anzugreifen.

Zusammengefasste News aus der Türkei & Kurdistan der letzten 24h (27. & 28.07.)

Beerdigung der Revolutionärin Günay Özarslan

Die Lage in der Türkei und Kurdsitan bleibt sehr angespannt. Erdogan hat die Kriegserklärung an die PKK nun offiziell ausgeprochen und will eine Pufferzone in Nordyrien einrichten. Die militärischen Ausseinandersetzung zwischen dem türkischen Staat und der PKK Gerilla intensivieren sich - auch die Angriffe des Staates auf ziviler Ebene laufen weiter.

Urteile im Stuttgarter §129b Prozess: 4 Jahre und 9 Monate – 6 Jahre Haft

Infostand Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen [Stuttgart]

Am Dienstag, den 28. Juli 2015, wurde im Stuttgarter §129b Prozess das Urteil gegen Özgür Aslan, Sonnur Demiray, Muzaffer Dogan und Yusuf Tas gefällt. Nachdem die Bundesanwaltschaft (BAW) im Prozess bereits Haftstrafen von 4 bis zu 6 ½ Jahren gefordert hatte kam der Vorsitzende des 5. Senats H. Wieland dem beinahe komplett nach und verurteilte die 4 Angeklagten zu langjährige Haftstrafen: 4 Jahre und 9 Monate für Özgür Aslan, 5 Jahre 6 Monate für Sonnur Demiray und jeweils 6 Jahre für Yusuf Tas und Muzaffer Dogan.

HH: Breite Straße-Prozessbeginn 25.8.2015 // Kurzinfos

Breitesoli

Am 25. August 2015 beginnt der Prozess gegen sechs Angeklagte vor dem Landgericht Hamburg (Sievekingplatz 1). Folgetermine sind der 27. und 28. August. Nach einer Gerichtspause werden dann ab dem 21. September 2015 zwei Verhandlungstage die Woche stattfinden (in der Regel montags und mittwochs, mit Ausnahme des 24.9.15). Beginn ist jeweils um 9:30 Uhr. Terminiert ist zunächst bis Ende des Jahres 2015.

Keine Solidarität mit dem FNSEA-Tierhalter*innen Protest

Protest in Frankreich

Im Rahmen der landesweiten Milchstreiks blockieren Landwirt*innen, primär FNSEA-Anhänger, große Verkehrswege in Frankreich und führen, teils unter den Augen der Polizei, eigenständige Kontrollen von Lebensmitteltransportern durch. Es gab Großaktionen gegen Supermärkte, viele Feuerchen, Demos, sowie Milch- und Gülle-Entladungsaktionen, um für bessere Bedingungen für die französische Landwirtschaft zu kämpfen. Bei aller Sympathie für direkte Aktionen und dem Einsatz für „bessere Arbeitsbedinungen“ von und für die Betroffenen ist bei einer näheren Betrachtung der FNSEA große Vorsicht geboten.

Bombenanschlag an der syrisch/türkischen Grenze: Solidarität in Memmingen

Solidarität in Memmingen 1

Am Tag nach dem Bombenanschlag an der syrisch/türkischen Grenze gegen eine 300-köpfige Jugenddelegation, die Aufbauhilfe in Kobanê leisten wollte, gab es am Dienstag, den 21. Juli eine spontane Solidaritätsaktion in Memmingen.

Rassistische Ausschreitungen in Mainstockheim

Rassismus tötet

Das gesellschaftliche Klima in der BRD ist vergiftet. Fast täglich werden Flüchtlingsunterkünfte mit Steinen, Feuer und sogar Schusswaffen angegriffen. In vielen Städten und Dörfern sammelt sich der deutsche Mob vor Flüchtlingsheimen und schafft Bedrohungsszenarien. „Nein zum Heim“ ist die gängige Parole und oft schafft es der Mob aus „besorgten Bürgern“ diese Forderung auch umzusetzen. So geschehen ist das auch in dem 1900-Einwohner-Dorf Mainstockheim, welches sich nur gute 15 Minuten von Würzburg entfernt befindet.

Richter droht Vertei­di­ger von Lat­ife zu entpflichten

Sultan Erdogan

Am 23.7. kam es in Düs­sel­dorf zu einem Eklat. Mit sel­tener Schärfe ging das Gericht gegen den Anwalt von Lat­ife vor, dro­hte damit ihn von seinen Auf­gaben zu ent­binden, ihm die Kosten des Ver­hand­lungstages aufzuer­legen und ihn bei der Anwalt­skam­mer anzuzeigen.

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