Sind Weltläden eine gute Sache?

In dem Artikel geht es darum, ob Weltläden eine gute Sache sind oder nicht. Also: Sind die Produkte nachhaltig? Können antifaschistische Flyer ausgelegt werden? Werden die Mitarbeiter*Innen gut bezahlt? Sind alle Produkte auch ökologisch hergestellt worden? Wer profitiert vom Genoss*Innenenschaftsmodell?

 

Im Weltladen werden Produkte aus der ganzen Welt verkauft.


Einzige Bedingung: Es muss sich um Fair-Trade-Produkte handeln. Da es sich oft um Waren aus Holz handelt, so kann mensch daraus schlussfolgern, dass die Sachen nicht so lange halten wie Stahl. Sie gehen schneller kaputt. Es handelt sich hier um keine industrielle Massenware und somit haben die „Einzelteile“ hohe Transportkosten. Oft sind die Sachen einzeln verpackt. Ökokriterien müssen nicht immer erfüllt sein.


Die Mitarbeiter*innen arbeiten alle ehrenamtlich und ein freiwilliges soziales Jahr kann dort absolviert werden. Die Lage ist meistens in der Innenstadt. Miete kostet...


Fazit: Weltladen dient dem Sozialismus, aber nicht den Mitarbeiter*innen in den Weltläden. Sie machen es aus Solidarität, damit ärmere Menschen auch überleben können, doch wer bitteschön will evtl. sogar überteuerte Produkte, die schnell kaputt und kaum wirklich zu säubern sind, kaufen? Wäre es nicht besser, wenn auch die Produzent*innen sich der industriellen effizienten Massenproduktion anschließen. Gleiches gilt für die Ehrenamtlichen. Warum arbeiten Letztgenannte nicht für Geld? Ohne den Staat könnten sie nicht überleben, denn sie benötigen ja Sozialhilfe. Warum sollen diese Leute sehr freundlich gegenüber potentiellen Kund*innen sein, wenn für Sie persönlich eh nichts Wirkliches raus springt? Wie antifaschistisch ist der Weltladen? Hat wer schon mal versucht, dort politische Flugblätter sofort auslegen zu dürfen, ist aber daran gescheitert,  weil es ja noch erst im Plenum besprochen werden muss, welches wohl nur einmal im Monat stattfindet?


Das Prinzip Weltladen finanziert sich oft über ein Genoss*innenschaftsmodell. Im Klartext: Es braucht Personen, welche Geld übrig haben und zwar mindestens 100 Euro, welches Sie für 5 Jahre zur Verfügung stellen sollen. Die Rendite bekommen dann die Mitarbeiter*innen. Somit ist die eigene Investition für einen selbst ein Fiasko, denn was du dir heute für 100 Euro kaufen kannst, kannst du dir aufgrund von Inflation nicht mehr in 5 Jahren zulegen. Es muss also Personen geben, welche sehr solidarisch (naiv, dumm) sind. Alternativ (Besser) könnte mensch das Geld für diesen Zeitraum in nachhaltige ökologische Projekte anlegen, wo auch für einen selbst eine Rendite herausspringt. Eine zweite Alternative wäre es, sich hier in Deutschland für flächendeckende Mindestlöhne einzusetzen.

Deutschland ist echt merkwürdig.
Es denkt es hätte einen wirklicken Mittelstand, doch wer sich mal die Lohnstückkosten angeschaut hat, muss sich eingestehen, dass sich die vielen Angestellten hier oft völlig unter Wert verkaufen. http://dnzs-wirtschaft.blog.de/2011/04/13/wiesbaden-arbeitgeber-deutsche...

So bleibt mehr Geld für Investitionen in Rüstung.
 
Kann dagegen etwas getan werden? Nein, denn in Deutschland ist es verboten, einen politischen Generalstreik auszurufen. Rein praktisch sehr schwierig umzusetzen, gibt es seit einiger Zeit unzählige Gewerkschaften
Um also eine Grundlage zu schaffen, macht dafür Werbung, damit echte Streiks auch in dieser Nation möglich sind.
Schluss mit der Verbeamtung! Nur Angestellte sind keine Sklaven des Staates!
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/warnstreik-lehrer-gew100_zc-a2551f81_zs...
Wer hier produzieren will, braucht einen guten Tariflohn. Sonst gibt es Streiks, wie bei Amazon in Leipzig, die irgendwie nur lächerlich sind. Der DGB tut dem Kapital nicht wirklich weh. Verträge ohne tarifliche Sicherheit sind albern http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/loehne-gehaelter/id_64554564/amaz...

Statt also in unrentablen Weltläden abzuhängen und euch somit ein Möchtegern-Alibi zu verschaffen, nutzt lieber die Zeit, selbst wenn ihr ohne Arbeit seid, für …

100% Sozial? Oder doch lieber erst einmal Fokus auf ökologische Nachhaltigkeit?

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ich habe den artikel jetzt erstaunlicherweise durchgelesen. und bin nicht schlauer als davon, was ist die intention von dem? gedanken aufschreiben die man zu irgendwas (was ist ein weltladen, sonen kirchending oder? oder zumindest gibts hier in der kirche glaube ich einen) hat. ohne sinn!

bin leider auch nicht schlauer geworden. die einzige feststellung, außer fragen, im text, ist, dass produkte aus holz schneller kaputt gehen würden als welche aus stahl. wie bitte? also ich kenn die weltläden in österreich, laut meiner info werden die leute bezahlt und das ganze ist - dachte ich zumindest - ganz normal wirtschaftlich konzipiert, mit dem unterschied, dass auf fair trade produkte und ähnliche ethische maßstäbe herangezogen werden. dort kriegt man fair trade kaffee, bio- und fair trade kleidung, geflochtene sachen und auch dinge aus holz. es gibt sicher einiges am konzept zu kritisieren aus emanzipatorischer und antikapitalistischer sicht, aber da muss man schon etwas tiefer recherchieren und analysieren, als "festzustellen", dass metall langlebiger ist als holz - was ja nicht mal unbedingt stimmt. wer ordentlich gemachtes holzhandwerk "besitzt" (hier zum beispiel ein möglicher kritikpunkt ;)) weiß, dass dies zweifellos um jahrzehnte länger hält als zum beispiel ein beliebiges handy/smartphone, drucker oder geschirrspüler! naja wie auch immer, nice try, aber bitte nochmal neu schreiben und vorher mehr recherchieren und analysieren ;)

Bist du die selbe Person, die hier immer "Erlebnisberichte" von Demos schreibt?

Ich gebe dir einen Tipp: Die Welt ist komplex und voller Widersprüche. Menschen handelt oft nicht rational. Es ist sinnlos, alles zu pauschalisieren (wie du es hier tust). Und am Ende kann es dir auch (Obacht, Triggerwarnung für Antispeziezist_innen :-P) wurst sein, ob Leute sich irgendwo in irgendeinem Laden selbst ausbeuten. Denn i.d.R. sind sie erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Genau so wie du wahrscheinlich. Also: Get a life!

...wie das härtste Gebashe am meisten gefeiert wird. Ja, der Artikel ist teilweise oder auch größtenteils oberflächlich, unlogisch und verkürzt. Aber was ihr mit eurem quasi Online-Mobbing evtl. auslöst, ist euch das echt egal, oder was? Benutzt so einen Ton bitte bei euren Freunden, die ihr kennt und wo ihr wisst dass es ok für sie ist oder bei absoluten Arschlöschern aber nicht einfach mal aus Spaß an der Virilität bei irgendwem!

Aufgabenstellung: Verfassen Sie irgendeinen sinnfreien Text zu einem beliebigen Thema in den sich unbemerkt diese vier grotesken Aussagen einflechten lassen:

 

"Da es sich oft um Waren aus Holz handelt, so kann mensch daraus schlussfolgern, dass die Sachen nicht so lange halten wie Stahl."
"Wäre es nicht besser, wenn auch die Produzent*innen sich der industriellen effizienten Massenproduktion anschließen."
"Ohne den Staat könnten sie nicht überleben, denn sie benötigen ja Sozialhilfe."
"Geld für diesen Zeitraum in nachhaltige ökologische Projekte anlegen, wo auch für einen selbst eine Rendite herausspringt."

 

Wer es als erstes schafft ein Elaborat zu fabrizieren welches den Moderationskritierien von indymedia standhält erhält eine Besoldungserhöhung. Aber Vorsicht, wer anfängt darüber nachzudenken 1. bei welchen Produkten sich eine solche Materialalternative überhaupt stellt, 2. weshalb die Abwendung von der industriellen Produktionsweise erfolgt ist, 3. woher die Mindestsicherung kommt die der Apparat nur verteilt oder 4. was an Profitdenken ökologisch sein soll, hat keine Chance die Aufgabenstellung zu erfüllen.

Jetzt hackt, doch nicht so auf diesem armen Menschen rum. Jede_r hat in der Jugend (unterstell ich mal) Blödsinn verzapft. Vieleicht denkt er/sie das nächste mal nochmal drüber nach ob das unbedingt auf Indy landen muß.

Nein, dem Spitzel ist die Schmähkritik total zu gönnen. Daß das Elaborat psychologisch äußerst unreif ist macht die Sache nur noch schlimmer. In diesem Aspekt unterscheiden sich offizielle Stellungnahmen nun mal diametral von der freien Meinungsäußerung. Wer darauf keinen "Blowback" will muß halt Gesetze machen die dafür sorgen dass derartiger Gendreck im Open Posting nicht vorkommen kann.

 

Und, wirtschaftspolitisch gesehen ist dies ein hübsches Eigentor:

 

"Die von der FDP vorgeschlagene Senkung der Stromsteuer ist zwar auf den ersten Blick ebenfalls sinnvoll, hier steckt jedoch der Teufel im Detail. Die Stromsteuer ist ein typisches Gesetz aus der rot-grünen Ära, bei der fast die gesamten Einnahmen in die Rentenversicherung fließen sollten. Obgleich die Stromsteuer zum größten Teil von Privathaushalten getragen wird, wurde sie seinerzeit als „Ausgleich“ für die Senkung des Arbeitgeberanteils bei der Rentenversicherung eingeführt. Natürlich könnte man die Stromsteuer auch ersatzlos streichen, nur dass man dann freilich auch den Arbeitgeberanteil bei der Rentenversicherung wieder um 0,4 Prozentpunkte erhöhen müsste – dies will die FDP aber natürlich nicht." (http://www.nachdenkseiten.de/?p=14754)

 

Und tschüs.

Wer den Streik im Versandbuchhandel als lächerlich bezeichnet hat wohl nicht genau hingeguckt - es wurde eine tatsächliche Betriebsunterbrechung erzielt. Demnächst auch im Atomkraftwerk so!

Jawoll, für solche Fragen braucht es linksradikale Plattformen:

"Werden die Mitarbeiter*Innen gut bezahlt? Sind alle Produkte auch ökologisch hergestellt worden? Wer profitiert vom Genoss*Innenenschaftsmodell?"

Was heutzutage schon als radikale Gesellschaftskritik durchgeht ist schon recht peinlich!

- Der Gebrauchswert einer warenförmigen Sache hängt von unterschiedlichen Variablen ab, aber nicht einseitig von der industriellen Produktionsweise. Eine hölzerne Eßschale etwa hält länger und ist weniger wartungsanfällig als ein Industrieprodukt und der ökologische Fußabdruck der verwendeten Rohstoffe ist auch geringfügiger. Metall müßte erst ausgegraben werden oder "Schwerter zu Pflugscharen" gemacht.


- Faire Transportkosten sollten nicht möglichst niedrig sein, sondern möglichst realistisch, d. h. alle indirekten Folgekosten von Transport abdecken, sonst würde ein falscher Anreiz zu unnötigen Warentransporten (auch des Halbfertigprodukts auf dem Produktionsweg) geschaffen. Bspw. wird fairerweise schon jetzt dafür mitbezahlt dass die Leute an der Autobahn eine Schallmauer erstreiten können anstatt sich mehr Kopfwehtabletten verschreiben zu lassen.


- Die Kritik am genossenschaftlichen Geschäftsmodell geht am Kern der Idee vorbei dass Geld nicht dazu benutzt werden sollte um mehr Geld zu erwirtschaften, sondern wenn es schon derzeit nicht ohne geht wenigstens in die Schaffung von Vorbildern investiert wird, was selbst aus einer neoliberalistischen Renditeideologie heraus eigentlich als Privatinvestition in öffentliche Bildung gepriesen werden müßte, weil die Leute nicht als Kunden gemolken sondern als Menschen angesprochen werden.


- Was in dem Beitrag skizziert wird, spekulativ hochgetriebene Investitionskosten die dann über willkürliche Monopolpreise langsam wieder hereinkommen, wirkt wie aus einem ganz anderen wirtschaftlichen Sektor gezielt themaverfehlend hierher geschoben, etwa der Spekulationsaffäre um Digitalfunk-Lizenzen in der das profitorientierte Geschäftsmodell jeglichen ärztlichen Sachverstand erdrückt hat. Weshalb eine so buchstäblich "verrückte" Analyse?


- "Deutschland" (welches ohnehin nur ein verdorbenes Gerücht ist) denkt überhaupt nicht, sondern was historisch als "die deutsche Ideologie" bezeichnet wird veranlaßt in selbstverschuldeter Unmündigkeit verhaftete Leute ihre eigene Ausbeutung zu wählen. Deswegen braucht es ja Alternativprojekte die vormachen dass es trotzdem möglich ist die gesamte neoliberalistische Ausbeutungsideologie anhaltend informell zu bestreiken - der allumfassende Streik ist kein Kalenderereignis sondern eine Lebensweise!


- Forderungen nach Entlassung von abhängig Beschäftigten in die "doppelte Freiheit" sind kontraproduktiv wenn sie nicht durch Forderungen nach bedingungsloser Grundsicherung abgefedert sind (welche auch das einzige gesellschaftliche Mittel ist um die ökologisch destruktive Abhängigkeit von der Rohstoffplünderung loszuwerden)


- Eine Ideologie welche gegen öffentliche Bildung wettert um soziale und ökologische Anliegen gegeneinander ausspielen zu wollen muß als reaktionär bezeichnet werden.


- Auch die Einwände in den Kommentaren sind nicht alle stichhaltig, etwa: die Leute sind doch erwachsen - aber mit Kindern dürfte mensch es machen wenn es so wäre wie dargestellt? Oder: Konsumverweigerung ist nicht radikal - aber Durchhaltevermögen gegen den Sog des Kapitals ist nicht so wichtig? Derartige Zurückweisungen transportieren antiemanzipatorische Haltungen im Mäntelchen der Emanzipation und sollten ihre eigenen Beweggründe reflektieren.