FiltersucheKategorienClick a term to initiate a search. Topics
Aktivitäten
|
PH Rektoratsbesetzung und GebührenFReizeit an der UNIFreiburg, Unizentrum: Donnerstags um die Mittagszeit - GebührenFReizeit. Kuchen, Kaffee, Bücher, Workshops, Spiele, Infos, Glühwein, etc. - alles GebührenFRei!
Nach einer Vollversammlung wurde das Rektorat für rund 24 Stunden besetzt. Am Ende konnte ein Kompromiss mit dem Rektor erzielt werden.
Donnerstag, 5. Februar 2009
Heute um 12 Uhr begann in der Innenstadt vor dem KGIV eine Aktion unter dem Motto GebührenFReizeit.
Es wurden Flaggen angefertigt, Reden geschwungen, jongliert, getrommelt, gegessen, getrunken, gelacht und gelesen. Alles 100 % GebührenFRei! Neueste Informationen über den Boykott an der Universität und Infos zu den Ereignissen vom Montag wurden verbreiten.
Zeitgleich begann in der Pädagogischen Hochschule eine Vollversammlung auf der das Verfehlen des Qorums bekanntgegeben wurde. Die Schuld dafür wird auch dem Rektor der PH zugeschoben, da dieser durch gezielte Fehlinformation die Studierenden vom Boykott abschreckte. Der Rektor behauptete, dass alle Studierenden, die am Boykott teilnehmen würden, die neue Geschwisterregelung nicht in Anspruch nehmen könnten. Diese Aussage wurde aber von Mitgliedern der GebührenFRei Kampagne als Unsinn bezeichnet.
Nach etwas 1,5 Stunden wurde in der Innenstadt am KGI ein großes Transpi gegen soziale Selektion über dem Haupteingang des KGI angebracht und danach seilten sich die Kletterer spekatakulär ab. Die Polizei war selbstverständlich auch anwesend. Offiziell waren zwei Beamte mit einem Streifenwagen vor Ort. Inoffiziell waren aber zusätzlich mindestens 4 Polizisten in Zivil an Ort und Stelle.
13.45 Uhr Gerüchte über eine Rektoratsbesetzung verbeiten sich. Von der GebührenFReizeit Aktion machen sich einige Studierenden auf den weg zur PH.
14.40 Uhr Die GebührenFRei Kampagne ruft auf ihrer Website zu Solidarität mit den PH Studies auf. Auf an die PH!
15.30 Uhr
18 Uhr Der Rektor der PH diskutiert, unter Anwesenheit von ca. 200 Studies, mit einem siebenköpfigen Studierendengruppen. Matratzen, Schlafsäcke und Essen sind bereits im Rektorat.
19:20 Uhr Nach 80 Minuten "Diskussion" stellt der Rektor klar, dass er für sich keinen Handlungsspielraum sieht und auf keine Forderungen der Studies eingeht.
Forderungen (Unvollständig&ohne Gewähr) 1. Gebühren bei Praxissem abschaffen (bzw. auf 1 € reduzieren) 2. Mahngebühr aufheben 3. Offener brief an Bildungsminister Frankenstein indem sich der Rektor gegen Studiengebühren ausspricht. 4. 10 Studies im Haushaltsausschuss
20:15 Uhr Bezugsgruppen werden gebildet um weiteres Vorgehen zu beschließen.
Option 1: Hier übernachten. OPtion 2: Das rektorat verlassen.
Nächste Versammlung: 20.30 Uhr 21:00 Uhr Bezugsgruppenkonferenz läuft.
Freitag, 6.Februar 9:20 Uhr Rektor hat (mal wieder) ein Ultimatum gesetzt. Um 11.30 Uhr sollen die Studis das Rektorat geräumt haben und der Verwaltungsbetrieb wieder anlaufen. Im Gegenzug bietet der Rektor Verhandlungen an.
11:30 Uhr Die Vollversammlung beschließt:
Falls der Rektor nicht auf die Forderungen eingeht wird
1. Das Rektorat bis 13 Uhr besetzt (da später sowieso niemand mehr arbeitet im Rektorat) 2. Der Rücktritt des Rektors gefordert
13:30 Uhr Nach Verhandlungen mit dem Rektorat wurden Zugeständnisse seitens des Rektors gemacht:
Anschließend verließen die BesetzerInnen das Rektorat und versammelten sich noch einmal zu einer Kundgebung auf dem PH-Campus.
14:30 Uhr Es wird berichtet, dass Bereitschaftspolizei aus Lahr in Freiburg angerückt sei. Vermutlich um das Rektorat gewaltsam zu räumen. Zu diesem Zeitpunkt war das Rektorat aber bereits von den Studies geräumt worden, wie auf der Vollversammlung um 10 Uhr beschlossen wurde.
Das Radio Dreyeckland hat am Freitag zwei Interviews mit BesetzerInnen geführt: 1. Interview mit USTA Vorsitzender Tom Peters (Morgenradio) 2. Interview mit einer Aktivistin zur Besetzung des PH-Rektorats (Mittagsmagazin)
|
PM: Rektorat der PH Freiburg besetzt
Studiengebührenboykott: Quorum knapp verfehlt
Rektorat der PH Freiburg besetzt:
Rektor Ulrich Druwe bekommt Nachhilfe in Mitbestimmung
Als um 12:30 Uhr in der Vollersammlung der Studierenden die TeilnehmerInnenzahl am Boykott veröffentlicht wird, ist es für einen Moment ruhig, dann bricht die Wut aus den Studierenden heraus. Es fehlen gerade einmal 50 Einzahlungen auf das Boykottkonto, um das Quorum von 900 Studierenden zu erreichen. Die Wut richtet sich gegen das Rektorat, insbesondere an den Rektor der PH Freiburg Herrn Ulrich Druwe, dem ein rücksichtsloses Verhalten gegenüber seinen Studierenden vorgeworfen wird. Schnell wird klar, dass sich die anwesenden Studierenden nicht mit einem gescheiterten Boykottversuch zufrieden geben wollen. Im Anschluss an die Vollversammlungen ziehen sie gegen 13:00 Uhr vor das Rektorat um dem Rektor ihre Forderungen persönlich zu stellen. Sie wollen dort so lange ausharren bis das Rektorat die Forderungen erfüllt.
Es ist eine beträchtliche Masse, die sich vom Rektor, dem obersten Vertreter der Hochschule, nicht vertreten fühlt. Bis zu 250 Studierende befinden sie derzeit im 1. Stock des KG II vor den Räumen des Rektorats, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Neben der Aufforderung, die Arbeit des Rektorats zu Gunsten der Studierenden auszurichten, stellen die BesetzerInnen konkrete Forderungen, wie beispielsweise die Gebührenfreiheit von Praxissemestern und die Aussetzung der Mahngebühren für die Boykottierenden. Oberstes Ziel und Forderung an die Landesregierung ist die Abschaffung der Studiengebühren in Baden-Württemberg.
Vor diesen Forderungen versteckt sich Rektor Druwe gekonnt hinter Formalin und umgeht damit die Zusammenarbeit mit den Studierenden. „Der Rektor steht in der Pflicht, seine Spielräume zu Gunsten der Studierenden zu nutzen“, sagt eine Besetzerin. „Natürlich kann er das Gebührengesetz nicht abschaffen. Doch Rektor Druwe muss es so erträglich wie möglich für uns ausgestalten, was er definitiv nicht tut. Deshalb sind wir persönlich gekommen.“
„Rektor Ulrich Druwe kann seinen alleingängerischen Kurs so nicht länger weiterführen. Er muss lernen, die Belange von Lehrenden und Studierenden ernst zu nehmen“, äußert sich David Warneck, UStA-Vorstand der PH Freiburg. „Ein Hochschulrektor muss sich auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber den Studierenden bewusst sein.“
„Das Rektorat unter Herrn Druwe verfolgt eine mehr und mehr technokratische und unternehmerische Politik, die sich zusehends gegen den Willen von Studierenden und auch von Lehrenden an der PH Freiburg richtet“, meint Tom Peters vom UStA der PH Freiburg. „Wenn Herr Druwe tatsächlich die Interessen seiner Studierenden vertritt, dann muss er Studiengebühren in aller Öffentlichkeit, auch vor dem Ministerium, kritisieren.“
Nach dem Verhandlungserfolg im Zuge der Rektoratsbesetzung an der KFH ist die Stimmung positiv, dass auch hier direkte Mitsprache zu Ergebnissen führen wird.
Aus der BZ
ein Artikel aus der BZ: Studiengebührenboykott: Quorum an der PH nicht erreicht
Besetzung
Rektor droht mit Räumung
Riotcops am Flughafen
Protest wirkt - Wir kommen wieder!
Protest wirkt! Nur nicht in Freiburg!
Respekt für euro Entschlossenheit, das rektorat zu besetzen.
Aber ich verstehen euch nicht.
10 Euro nicht bezahlen müssen + 2 Mal bedeutungsleere Worte.
Warum nur habt ihr euch so billig verkauft?