Kaleidoskop

  • Antifaschistischer Reisebericht: Einmal „Moskau – St. Petersburg“ und zurück

    Die Basiliuskirche am Roten Platz

    Im September flogen einige Mitglieder von Azzoncao nach Russland, um in Moskau und in St. Petersburg Interviews mit Verwandten und Freunden ermordeter Antifaschisten zu machen.

    In Moskau wollten wir Katya, die Freundin des am 10. Oktober 2008 ermordeten Feodor Filatov interviewen. In St. Petersburg die Mutter des am 13. November 2005 ermordeten Timur Kacharava.

    Diese Interviews führten wir durch und veröffentlichten sie in den letzten Tagen.

    Da wie einige Male nach unseren Eindrücken gefragt wurden, wollen wir sie hier in Form eines Tagebuchs wiedergeben.


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  • Proyecto Memoria - Der faschistische Mord an Timur Kacharava in St. Petersburg

    Der Himmel über Berlin

    Alles ist an seiner Stelle, nur die 16 Jahre alte Katze läuft herum“


    So beschreibt die Mutter von Timur Kacharava das Zimmer ihres Sohnes, das sie so belassen hat, wie er es am Tag seiner Ermordung, dem 13. November 2005, verlassen hatte. Bevor der junge Antifaschist das elterliche Haus in St. Petersburg verließ, bat er noch seine Eltern, im Umfeld ihrer Wohnung nach Unbekannten Ausschau zu halten. Irina Kacharava „Mein Herz hat mich damals nicht gewarnt“. Drei Stunden später war ihr Sohn tot. Erstochen von einem faschistischen Rollkommando.

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  • Costa Rica: Protestzug für die Würde des Südens

    ¡AUTONOMÏA YA!

    Am vergangenen 6. Oktober, zwei Jahre nach dem Wahlbetrug, der den Beitritt Costa Ricas zum Freihandelsabkommen mit den USA besiegelte, fand ein öffentlicher Marsch für die Würde des Südens im Süden Costa Ricas statt. Mehr als 150 AktivistInnen marschierten vom Eingang der indigenen Gemeinde Térraba bis zum Zentrum des Kantons Buenos Aires. Schritt für Schritt brachte der Protestzug die 13 km hinter sich.  Unterschiedliche Gruppierungen im Süden Costa Ricas sehen sich mit verschiedensten Bedrohungen konfrontiert.

    Ausweitung der Ananasfarmen | Staudammprojekt  "P.H. Diquís" | Internationaler Flughafen | Yachthäfen für Luxusboote | Thunfischzucht in Aquakulturen | Das Autonomiegesetz für die indigenen Gemeinden.

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  • Proyecto Memoria - Der faschistische Mord an Feodor Vasilevich Filatov in Moskau

    Feodor Vasilevich Filatov

    Am 13. September 2009 führten Mitglieder von Azzoncao ein Interview mit Katya in Moskau.

    Katya ist 21 Jahre alt, ein Renee (Skingirl) und war Feodor Filatovs Freundin.

    Feodor Filatov war einer der Gründer der antifaschistischen und antirassistischen Moscow Trojan Skins. Einer Minorität in Moskaus Skinhead-Szene. Vor einem Jahr, am 10. Oktober 2008, wurde er von vier Unbekannten vor seiner Wohnung erstochen. Die russischen AntifaschistInnen gehen davon aus, dass Feodor gezielt von einer der zahlreichen Nazibanden ermordet wurde.

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  • [Chile] Der 11. September: Geschichte und Nachlass einer Diktatur

    junta militar.jpg

    Santiago de Chile. Der 11. September hat in Chile eine besondere Bedeutung, historisch wie sozial. 1973 wurde an diesem Tag durch einen Militärputsch die sozialistische Regierung Allendes' gestürzt.

    Haben sich die Verhältnisse stark geändert, bleiben doch die Rahmenbedingungen nach dem „paktierten Übergang“ zur Demokratie im März 1990 nahezu die gleichen. Die Concertación hält weiter am neoliberalen Wirtschaftsmodell fest und die Verfassung von 1980, ein Kind der Diktatur, zementierte eine repressive Gesetzgebung.

    Doch auch der Widerstand blüht auf. Proteste gegen die Regierung und ihre Vorhaben mehren sich seit Jahren und lassen sich zusehends schwieriger in die Staatsraison integrieren. Beantwortet wird dies mit zum Teil heftigen Repressionen. Aufstände werden niedergeknüppelt, jährlich werden Protestierende von den Carabineros, der chilenischen Militärpolizei, erschossen. Das makellose Bild der chilenischen Demokratie trägt zunehmend Risse davon.

     

    Reportage: "Mit Kerzen und Krawallen: Erinnern am 11. September"

     

    Infoseiten (spanisch):

    IMC Santiago | hommodolars.org | El Cuidadano | Doku: The Chicago Conspiracy

     


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  • Do Indy Well

    Do Indy Well

    Mit diesem Artikel soll versucht werden die Frage zu beantworten, was einen guten Indymedia-Artikel ausmacht und wie gute Artikel geschrieben werden können. Wir wollen mit diesem Artikel unsere Erfahrungen und Kentnisse weitergeben und zur Diskussion stellen. Unser Ziel ist, zum Nachdenken über Medienaktivismus auf Indymedia und in anderen selbstverwalteten Medien anzuregen und die Qualität des Medienaktivismus zu steigern. Wir versuchen sowohl Hilfestellungen zu „kleinen“, als auch zu umfangreicheren Artikeln zu geben. Wir zeigen auch, wie aufwändigere Artikel gestaltet werden können.

     

    Inhalt: Einleitung | Vor dem Schreiben | Schreiben | Endkontrolle | HTML-Struktur | Links

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  • 50 Jahre und kein bisschen leise

    Kämpfe für die Amnestie 1977

    Die ETA begeht das Jubiläum mit einer tödlichen Offensive und ist der lebende Ausdruck davon, dass die auch schärfste Repression scheitert, wenn eine Organisation verankert ist und die Ursache eines Konflikts nicht beseitigt werden. Ein kurzer Überblick über die Geschichte. Näheres in Tondar nachlesen.

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  • Libanon: Die vergessenen 'Primaat' Nahr al-Bareds

    Übersichtskarte zu Nahr al-Bared Camp

    Der Krieg im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Nordlibanon endete am 2. September 2007. Mittlerweile wurde beinahe das gesamte offizielle, „alte Camp“ Nahr al-Bareds eingeebnet und der Wiederaufbau sollte in rund einem Monat beginnen. Entlang des alten Camps stehen allerdings noch immer die Ruinen von mehr als 200 Häusern, welche bislang für ihre ursprünglichen BewohnerInnen nicht zugänglich sind. Sie stehen unter alleiniger Kontrolle der libanesischen Armee.

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  • Interview mit dem Ex-GAP-isten Enzo Galasi

    Enzo Galasi, Ex-GAPist

    Seit 5 Jahren organisieren Bochumer AntifaschistInnen Seminare in Mailand und Umgebung zur italienischen Partisanengeschichte. Als besonders erfreulich und fruchtbar hat sich dabei der seit langen bestehende Kontakt zum Institut ISEC in Sesto San Giovanni/Mailand erwiesen. Hier ist namentlich der Wissenschaftler Luigi Borgomaneri zu nennen, ohne dessen profunde Kenntnisse und Integrität all diese Seminare nicht zu Stande gekommen wären. Über ihn lernten wir Enzo Galasi kennen. Enzo Galasi ist einer der letzten lebenden Großstadtpartisanen, der Gruppi di Azione Patriottica (GAP).

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  • Hausbesetzung in Freiburg

    Freie Antonia in der Kirchstraße 16

    Am 15. Mai 2009 wurde das ehemalige Altenheim in der Kirchstraße 16, das seit zwei Jahren leer stand, besetzt und in ein Wohn- und Kulturprojekt verwandelt. Die ehemals angrenzenden Häuser in der Kirchstraße 12 und 14 wurden bereits abgerissen, dort entstehen derzeit neue Einfamilienhäuser. Haus Nummer 16 konnte bisher nicht abgerissen werden, da es unter Denkmalschutz steht. Es ist unser Anliegen, baulich nichts zu verändern, was mit den Denkmalschutzauflagen kollidieren könnte. Wir wollen in diesem Haus leben und einen offenen, unkommerziellen Raum für verschiedenste Initiativen und Gruppen schaffen, einen Freiraum, der einen emanzipatorischen Gegenpol zur wirtschaftsorientierten Politik Freiburgs setzt.

     

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  • [Mainz] 1. Mai - Naziouting Do It Yourself

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    Mainz (AMK*rn). Außer Spesen nix gewesen. Der diesjährige 1. Mai in Mainz ist in Gänze ein Fiasko für die Nazis gewesen.

    Mehr als 2.000 Gegendemonstrant_innen verhinderten durch konsequentes Blockieren aller Zufahrtsstraßen des Bahnhofs, dass die Nazis auch nur einen Fuß von diesem hinweg bewegen konnten. Vom Klogang mal abgesehen.

    Zu den Blockaden riefen zwei Bündnisse auf, die sich aus einem breiten gesellschaftlichen Feld zusammen setzen.

    Ein weiteres Debakel für die Nazis stellte ihre eigene Mobilisierungskraft dar. Gerade mal schwache 120 Nazis bequemten ihren kameradschaftlichen Hintern hin nach Mainz. Nach fünf Stunden Wartezeit wurden sie schließlich von der Polizei in ihren Sonderzug nach Saarbrücken eskortiert.

     

    Wer alles so anwesend war, seht ihr in einer Auflistung am Ende des Artikels.

     

    Hintergrundartikel | Aufruf von Strike The Match! | Ticker zu Mainz | Nachberichterstattung (1, 2) | Weitere Bilder der Foto AG Saar

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    • 1. Mai 2009
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  • Interview mit der Coordinadora Antifascista und La plataforma aus Madrid

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    Interview mit GenossInnen der CAdM / Coordinatora Antifascista de Madrid, La Plataforma und Jugendlichen aus dem Stadtteil Vallekas am 12.4.2009.

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  • Projecto Memoria - Der faschistische Mord an Davide Cesare / Mailand

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    Davide Cesare war am Abend des 16. März 2003 mit Freunden im Stadtteil Ticinese in Mailand unterwegs, als sie von drei Faschisten mit Messern angegriffen wurden. Seine beiden Freunde wurden zum Teil schwer verletzt. Er selbst verstarb noch auf den Weg ins Krankenhaus.

    Davide Cesare, von seinen FreundInnen „Dax“ genannt, wurde 26 Jahre alt und hinterließ eine Tochter.

    Am 24. April 2009 interviewten einige Mitglieder von Azzoncao seine Mutter Rosa im Stadtteil Rozzano, einem der proletarischen quartiere am Rande Mailands, aus dem Davide stammte.

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  • Projecto Memoria - Der faschistische Mord an Carlos Yavier Palomino / Madrid

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    Der 16-jährige Carlos Yavier Palomino wurde am 11. November 2007 in einer U-Bahn in Madrid von einem 24-jährigen rechtsradikalen Berufssoldaten erstochen. Am 12. April 2009 interviewten einige Mitglieder von Azzoncao seine Mutter Mavi im Stadtteilladen „Asociacion de vecinas/os alto del arenal“ in Vallekas, dem Stadtteil aus dem Carlos stammte.

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  • Projecto Memoria - Der faschistische Mord an Renato Biagetti / Rom

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    Seit drei Jahren existiert die Antifagruppe „Azzoncao, ein Polit-Café“ in Bochum. Sie betreibt einmal im Monat ein öffentliches Café, macht Veranstaltungen, Recherchen, schreibt Artikel, organisiert Seminare in Italien, Rundreisen und Demonstrationen. Sie erwirkte  z. B. die Entlassung des Fanprojektleiters von Schalke, der in seiner Freizeit rechte Konzerte und DJ-Events organisierte, war treibende Kraft in der Schließung der Bochumer Thor Steinar Ladens, usw. Mittlerweile macht sie auch Graffitis und Filme.

     

    In den letzten Monaten führte die Gruppe drei Interviews mit Familienangehörigen ermordeter Antifaschisten in Rom, Madrid und Mailand. Präzise Gegeninformation für die Bewegung, gelebter und praktischer Internationalismus, Erfahrungs- und Gedankenaustausch, Aufarbeitung und Erinnerungsarbeit. Dies und mehr sind Motivationen dieses Projekts, dass noch weit mehr Facetten aufweist. Um einen kurzen konzentrierten Blick auf einen Teilabschnitt dieser Gruppenarbeit zu geben, werden im Folgenden die drei Interviews auf „linksunten“ publiziert.

     

    todos juntos venceremos – gemeinsam werden wir siegen

     

    Azzoncao, ein Polit-Café

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    • Rom
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